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Panorama Hochlandrinder „adoptieren“ einsamen Hirsch
Nachrichten Panorama Hochlandrinder „adoptieren“ einsamen Hirsch
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18:55 22.01.2019
Hirsch Rudolf hat sich unter eine Herde von Hochlandrindern gemischt. Quelle: Privat
Elben

Seine schottischen Hochlandrinder sind das ganze Jahr auf der Weide. Das rotbraune Fell dicht und lang. Die Hörner abstehend und riesig. „Eine Kuh bringt zwischen 550 und 650 Kilogramm auf die Waage, ein großer Bulle bis zu 1000 Kilo“, sagt Dirk Jangel, der sich in seiner Freizeit der Zucht der Tiere verschrieben hat.

Die Highlander sind an sich schon ein Hingucker. Hinter dem Wohnhaus der Jangels, einer liebevoll restaurierten Wassermühle am Rand des idyllisch gelegenen Ortes Elben im Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt), finden sie ausreichend Platz und Nahrung. Die Weide, die sich zwischen dem Fischbach und einem bewaldeten Hügel entlangzieht, ist von der Straße aus nur schwer einzusehen. Wäre es anders, könnten sich die Jangels vor Publikum nicht retten.

Hirsche mögen es gesellig

Denn eines der Tiere passt ganz und gar nicht ins Bild: Statt wuchtig und dick, wie die bis zu zehnjährigen Rinder, kommt Rudolf zart und schlank daher. Rudolf, ein Damhirsch mit gepunktetem Fell, hat sich seit Kurzem unter die Herde gemischt. „Er dürfte knapp ein Jahr alt sein“, sagt der Elbener Züchter. Einjährige männliche Hirsche tragen Spießer, also ein unverzweigtes Geweih. Den Namen hätten ihm die Kinder verpasst. Denn Rudolf recke seinen Kopf ebenso keck wie sein Namensvetter Rudolph das Rentier mit der roten Nase.

Ein junger Hirsch sucht in Sachsen-Anhalt Gesellschaft und Schutz – beides findet er bei einer Gruppe von Hochlandrindern.

Hirsche mögen es gesellig. „Da er offensichtlich keine Artgenossen gefunden hat, müssen unsere Rinder als Damwild-Ersatz herhalten“, sagt Züchter Jangel. Tagsüber schweift das scheue Tier durch die nahen Wälder. Der Weidezaun sei kein Problem. „Da springt Rudolf aus dem Stand drüber.“ Nachts aber stellt er sich Schutz suchend in die Mitte der Herde, hofft darauf, dass ihn seine natürlichen Feinde nicht bemerken. Noch kann er sich gut verstecken. Allerdings kann ein Hirsch wesentlich größer und schwerer werden als ein Reh.

Jungwölfe sind Rudolfs natürliche Feinde

Wenn der 56-jährige Züchter an seine Rinder Brotreste oder Heu verfüttert, kommt auch der kleine Hirsch nah an den Weidezaun. „Abstand zu Menschen hält er aber. Die ihm angeborene Scheu hat er keineswegs abgelegt.“ Das sei auch gut so, sagt Jangel. Obwohl ihm vom Menschen keine Gefahr droht. „Auch nicht von den Jägern. Ihnen war Rudolf und seine Leidenschaft für Highlander als erstes aufgefallen.“ Ins Visier nehmen sie ihn nicht. „Ganz sicher“, sagt Jangel. Er habe bei ihnen ein gutes Wort für sein neues Herden-Mitglied eingelegt.

Feinde hat der Paarhufer andere. Der Mühlenbesitzer erzählt von einem „fürchterlichen Lärm“ vor Kurzem. Die ganze Familie habe es um den Schlaf gebracht. Am nächsten Morgen entdeckte er nahe dem Grundstück ein bis auf das Skelett abgenagtes Reh. Von den Jägern habe er erfahren, dass ein Rudel Jungwölfe in der Region unterwegs sei. Offensichtlich mit reichlich Appetit auf Wild.

„Die Natur hat ihre eigenen Gesetze“, sagt der Rinderzüchter und fügt an: „Im Schutz der Herde kann dem Hirsch eigentlich nichts passieren.“ Eigentlich.

Von Andreas Dunte/RND

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