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14:41 07.12.2014
Gertrud und Hans Detlef Reichow mit Bubakar Maigah. Quelle: Magunia
Langeln

Der 11. August 2013 war ein Sonntag. Ein Tag, an den sich die Eheleute Reichow sehr gut erinnern. „Ich habe am Nachmittag die Zeitung gelesen“, sagt Hans Detlef Reichow, der in Uetersen im Kreis Pinneberg eine Kfz-Reparaturwerkstatt betreibt. Der Artikel mit der Überschrift „Vergessen in Langeln“ war es, der den 72-Jährigen und seine Ehefrau Gertrud berührte. Darin ging es um Bubakar Maigah, den die Flucht vor einem Bürgerkrieg aus seinem Heimatland Niger 1993 nach Schleswig-Holstein geführt hatte und der – nachdem sein Antrag auf Asyl abgelehnt worden war – seit 1995 als Ausreisepflichtiger in einer Unterkunft für Asylbewerber und obdachlose Menschen in Langeln im Norden des Kreises Pinneberg lebt. Allein. Von Monat zu Monat von der Ausländerbehörde geduldet, seit 18 Jahren. Der 63-Jährige lebte im August 2013 von etwa 150 Euro Sozialhilfe im Monat in einem kargen, winzigen Zimmer. „Wir konnten es gar nicht glauben, dass ein Mensch in Deutschland so behandelt wird“, sagt Reichow.

Das Ehepaar überlegte nicht lange. An jenem Sonntag setzte es sich ins Auto und fuhr nach Langeln. Die Unterkunft war schnell gefunden. „Wir haben die Namensschilder abgesucht und schließlich Herrn Maigahs Namen entdeckt.“ Die Klingel an der Tür war defekt, die Reichows klopften an Türen und Fenster, bis Bubakar Maigah öffnete. „Wir haben uns vorgestellt. Dann habe ich den Mann umarmt“, sagt Hans Detlef Reichow.

Seit diesem Tag im August besuchen die Reichows Bubakar Maigah regelmäßig. Sie laden den 63-Jährigen ebenso regelmäßig zu sich nach Uetersen ein. „Er nimmt so langsam einen festen Platz in unserer Familie ein.“ Inzwischen haben die Eheleute Reichow den Westafrikaner auch mit Freunden bekannt gemacht.

Die Reichows beschränken ihre Fürsorge nicht auf Besuche und Gespräche. „Wir haben das Zimmer verschönert“, sagt Gertrud Reichow. „Dann habe ich seine Kleidung und die Wolldecke gewaschen, unter der er schlief.“ Die Reichows haben Bubakar Maigah das Zimmer in seiner Unterkunft eingerichtet mit Schrank, Stühlen, einem kleinen Esstisch, Regalen und Teppichen.

„Es ist nicht immer einfach mit ihm“, sagt Gertrud Reichow. 18 Jahre Einsamkeit hätten den Mann geprägt. „Sie haben ihn zu einem Eigenbrötler gemacht. Es kommt vor, dass er unsere Einladungen schroff ablehnt“, sagt die 75-Jährige. „Uns geht es darum, Bubakar Maigah das Vertrauen in die Menschen zurückzugeben und ihn in unsere Gesellschaft zu integrieren, solange er in unserer Gesellschaft lebt“, sagt Hans Detlef Reichow. Es sei eine Tragödie, dass Bubakar Maigah über so viele Jahre keine menschliche Wärme erfahren habe.

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