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Panorama Gutachter hält mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser für schuldfähig
Nachrichten Panorama Gutachter hält mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser für schuldfähig
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16:33 22.10.2018
Der angeklagte mutmaßliche Supermarkterpresser (M) kommt gestern ins Landgerichts. Quelle: Marijan Murat/dpa
Ravensburg

Ein psychiatrischer Sachverständiger hält den mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser vom Bodensee für schuldfähig. Am Montag trug Gutachter Hermann Assfalg seine Expertise, die unter anderem auf einem rund dreistündigen Gespräch mit dem Angeklagten sowie Prozessbeobachtungen fußt, vor dem Landgericht Ravensburg vor. Sein Fazit: Die Voraussetzungen zur Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik seien nicht erfüllt.

Mann wollte 11,75 Millionen Euro erpressen

Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung des 54-Jährigen schloss Assfalg aus. Kriterien unter anderem für eine narzisstische Störung seien hingegen gegeben – allerdings nicht in einem Maß, dass sie den Willen des Angeklagten nachhaltig beeinträchtigt hätten.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte vor rund einem Jahr versucht, 11,75 Millionen Euro von Handelsunternehmen zu erpressen. Er gab in der Hauptverhandlung zu, dafür fünf Gläser mit vergifteter Babynahrung in Supermärkten in Friedrichshafen am Bodensee platziert zu haben.

Angeklagter hatte sich auf Borderline-Störung berufen

Der mutmaßliche Erpresser hatte sich in der Verhandlung mehrfach auf eine attestierte Borderline-Störung berufen und so auch sein Handeln zu erklären versucht. Die Betroffenen gelten als emotional instabil und neigen dazu, Impulse ohne Rücksicht auf Konsequenzen auszuleben.

Von dpa/RND

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