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Panorama Giftige Gase? Mobiles Labor soll Moorbrand untersuchen
Nachrichten Panorama Giftige Gase? Mobiles Labor soll Moorbrand untersuchen
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11:27 22.09.2018
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr steht an einer Schranke zum Gelände: Auf einem Testgelände der Bundeswehr stehen seit Anfang September fünf Hektar Moorland in Brand. Quelle: dpa
Hannover

Ein mobiler Einsatzwagen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ist seit Samstag wegen des Moorbrandes nahe Meppen im Einsatz. „Unser Nachbar-Bundesland bittet um Unterstützung bei der Untersuchung von Gasen, die beim Moorbrand entstehen können“, twitterte das LANUV bereits am Freitag. Das mobile Labor war am Freitag zu dem Sondereinsatz aufgebrochen. Experten können darin genommene Proben direkt vor Ort auf giftige Brandrückstände analysieren.

Der seit mehr als zwei Wochen schwelende Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen hatte zu vorübergehend höheren Feinstaubwerten geführt. Wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte, sind an den Messstationen Südoldenburg und Oldenburg an den beiden Vortagen etwas höhere Feinstaubwerte gemessen worden. Grenzwerte seien aber nicht überschritten worden. Am Donnerstag waren die Feinstaubwerte an den Messstationen wieder unauffällig.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Brand auf dem Übungsgelände war ausgebrochen, als von einem Bundeswehr-Hubschrauber Raketen abgefeuert wurden. Bis alle Glutnester erstickt sind, kann es nach Experteneinschätzung noch ein bis zwei Wochen dauern. Nach Bundeswehrangaben hat der Moorbrand zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst.

Der Fall beschäftigt mittlerweile auch die Justiz. Vier Polizisten und zwei Staatsanwälte durchsuchten die Wehrtechnischen Dienststelle am Freitag. Wie schon am Donnerstag bekannt geworden war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen Unbekannt. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Dienststelle durchgeführt worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden.

Von RND/dpa