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Panorama Getötetes Mädchen in St. Augustin: Verdächtiger gesteht
Nachrichten Panorama Getötetes Mädchen in St. Augustin: Verdächtiger gesteht
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17:22 03.12.2018
Bestatter transportieren aus einer Flüchtlingsunterkunft in Sankt Augustin die Leiche einer 17-Jährigen ab. Quelle: Federico Gambarini/dpa
Sankt Augustin

Im Fall der in Sankt Augustin bei Bonn getöteten 17-Jährigen hat der Verdächtige die Tat gestanden. „Der Beschuldigte räumt ein, Gewalt gegen sie ausgeübt zu haben“, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus.“ Gegen den 19 Jahre alten Mann mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit sei Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden.

Der Verdächtige habe bei seiner Vernehmung ausgesagt, dass er das aus Rheinland-Pfalz stammende Opfer am Freitagabend kennengelernt habe. Sie seien dann zusammen in einer Kneipe gewesen.

Später habe die 17-Jährige ihn in die städtische Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin begleitet, in der er wohnte. Dort sei es in der Nacht zum Samstag zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Mann gewalttätig geworden sei. Die 17-Jährige starb. Genauere Angaben zu den Tatumständen wollte Faßbender nicht machen, es sei aber keine Waffe benutzt worden.

Mädchen aus Unkel seit Freitag vermisst

Ermittler hatten die Leiche der Jugendlichen am Sonntagabend im Zimmer des Verdächtigen gefunden. Ihre Eltern hatten das Mädchen aus Unkel am Freitag als vermisst gemeldet.

Im Heimatort der 17-Jährigen löste die Todesnachricht Bestürzung aus. „Hier herrscht eine tiefe Betroffenheit“, sagte der Bürgermeister der Kleinstadt Unkel, Gerhard Hausen (SPD), am Montag. „Unsere Gedanken sind natürlich bei der Familie. Wir haben halbmast geflaggt.“

Eltern hatten das Mädchen am Freitag als vermisst gemeldet

Ihre Eltern hatten die Teenagerin am Freitagmittag als vermisst gemeldet. Einem WDR-Bericht zufolge hatte sie eine Freundin besuchen wollen, kam dort aber nie an. Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Mindestens 150 Polizisten und Feuerwehrleute nahmen die Suche nach ihr auf. Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einem Hubschrauber der Bundespolizei und ließen eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen. Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus. Auch eine Hundestaffel war beteiligt.

Von RND/dpa