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Panorama Freiburger Mordprozess dauert wohl länger
Nachrichten Panorama Freiburger Mordprozess dauert wohl länger
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15:07 26.10.2017
Hussein K. hat zugegeben, im Oktober 2016 in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet zu haben. Quelle: dpa
Freiburg

Der Mordprozess gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Landgericht Freiburg dauert voraussichtlich länger als geplant. Der für den 8. Dezember vorgesehene Termin für ein Urteil werde vermutlich nicht zu halten sein, sagte die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk am Donnerstag beim neunten Verhandlungstag des seit Anfang September laufenden Prozesses.

Grund seien weitere Beweisanträge, die zeitintensive Vernehmung von Zeugen sowie komplizierte Rechtshilfeersuchen an Griechenland. Mit einem Urteil sei daher später zu rechnen. Anfang November werde das Gericht entscheiden, ob und wie der Zeitplan konkret geändert werde.

Hussein K. werden Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hat zugegeben, im Oktober vergangenen Jahres eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt, gewürgt und ins Wasser des Flusses Dreisam gelegt zu haben. Wegen einer Gewalttat an einer jungen Frau im Jahr 2013 war er in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber vorzeitig gegen Auflagen entlassen worden. Danach war er untergetaucht und im November 2015 nach Deutschland gekommen.

Auch die Tat in Griechenland soll in dem Freiburger Prozess thematisiert werden, sagte die Richterin. Hierzu sei geplant, Polizisten aus Griechenland als Zeugen zu laden sowie möglicherweise das damalige Opfer. Hierzu dienten Rechtshilfeersuchen. Diese würden jedoch voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Rauschzustand könnte Schuldfähigkeit mindern

Am Donnerstag sagte in dem Prozess der erste von insgesamt zehn Sachverständigen aus. Der Angeklagte habe über Monate hinweg und in größeren Mengen Cannabis konsumiert, sagte der Rechtsmediziner. Das belegten Haarproben. Auch Kokain sei in geringen Mengen festgestellt worden. Belastbare Beweise für übermäßigen, regelmäßigen Alkoholkonsum gebe es dagegen nicht. Vereinzelte Alkoholexzesse könne er aber nicht ausschließen.

Hussein K. hatte angegeben, zur Tatzeit betrunken und bekifft gewesen zu sein. Die mögliche Berauschung ist für die Frage von Bedeutung, ob Hussein K. vermindert schuldfähig ist. Das wirkt sich in der Regel strafmildernd aus.

Es geht in dem Prozess auch um die Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann tatsächlich ist. Dies wird Auswirkungen auf die Höhe der Strafe haben. Er selbst hatte angegeben, aus Afghanistan zu kommen und 17 Jahre alt zu sein. Zum Prozessauftakt gab er aber zu, beim Alter gelogen zu haben und älter zu sein. Ein konkretes Alter nannte er nicht.

Von dpa/ RND

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