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Nachrichten Panorama Lawine begräbt Schüler
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07:29 14.01.2016
In den französischen Alpen (Screenshot aus dem Bericht des Senders BFMTV) sind mehrere Schüler und ihr Lehrer von einer Lawine mitgerissen worden. Dutzende Helfer eilten zur Unglücksstelle. Quelle: BFMTV / Screenshot
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Grenoble

Ein Schüler kam in den Schneemassen ums Leben, eine Schülerin starb im Krankenhaus. Das dritte Todesopfer war ein Skifahrer aus dem Ausland, der nicht zu der Schulgruppe gehörte. Das teilte die Präfektur Isère am Mittwochabend mit. Das Unglück ereignete sich in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble. In einem ersten Bericht hatte es geheißen, das dritte Todesopfer stamme aus der Ukraine. Das wurde später nicht mehr bestätigt.

Schüler stehen unter Schock

Der Lehrer war mit insgesamt 19 Schülern auf der Piste unterwegs gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, war aber nicht in Lebensgefahr. Alle übrigen Schüler wurden von den Rettungskräften unversehrt geborgen. Zunächst war noch von weiteren Verletzten die Rede gewesen.

Direkt nach dem Unglück waren fünf Schüler vermisst worden. Später sagte Oberst Jean-Luc Villeminey von der Gendarmerie dem Sender BFMTV: "Die anderen Mitglieder der Schülergruppe sind lokalisiert." Keiner von ihnen stecke noch unter der Schneedecke. Die Jugendlichen stünden unter Schock, es handele sich um Schüler der gymnasialen Oberstufe, sagte Präfekt Jean-Paul Bonnetain dem Sender BFMTV.

Die Rettungskräfte suchten am Abend aber noch nach möglichen weiteren Opfern. Es gehe darum sicherzustellen, dass niemand mehr verschüttet sei, sagte Villeminey: "Jede Minute zählt." Mehr als 60 Helfer und vier Helikopter waren nach Angaben der Präfektur im Einsatz, darunter einer mit Wärmebildkamera. Auch Lawinensuchhunde waren vor Ort.

Lawinenrisiko war erhöht

In den französischen Alpen hatte es zuvor schwere Schneefälle gegeben. Die Behörden hätten deshalb vor einer erhöhten Lawinengefahr gewarnt, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Die Piste war schon seit Beginn der Skisaison gesperrt. "Also war es qua Definition gefährlich, sich auf diese Piste zu begeben", sagte Oberst Jean-Luc Villeminey von der Gendarmerie. "Umso mehr, als das Lawinenrisiko heute erhöht war."

Die Umstände des Unglücks waren zunächst aber noch nicht geklärt, die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung an. Nach Angaben des Senders France Bleu hatten die Schüler einen Sportschwerpunkt. "Die Piste erforderte ein Niveau, das nicht dem von Anfängern entspricht", sagte Präfekt Bonnetain.

dpa/afp/wer

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