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Panorama Forscher entdecken US-Schiffswrack im Pazifik
Nachrichten Panorama Forscher entdecken US-Schiffswrack im Pazifik
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14:03 20.08.2017
Der amerikanische Schwere Kreuzer „USS Indianapolis“. Quelle: US NAVY MEDIA CONTENT OPERATIONS
Indianapolis

In mehr als 5,4 Kilometern Tiefe haben Forscher im Nordpazifik das Wrack des amerikanischen Schweren Kreuzers „USS Indianapolis“ geortet. Das teilte die US-Marine am Samstag (Ortszeit) mit. Die Entdeckung des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Schiffs würdige die mutigen Soldaten von damals, sagte der Besitzer der Forschungsschiffs „Research Vessel Petrel“, Microsoft-Mitgründer Paul Allen.

Die „Indianapolis“ war mit 1196 Menschen an Bord unterwegs, als zwei Torpedos eines japanischen U-Boots das Schiff kurz nach Mitternacht am 30. Juli 1945 trafen. Die „Indianapolis“ sank innerhalb von zwölf Minuten.

Bevor die „USS Indianapolis“ von japanischen Torpedos getroffen wurde, spielte der Kreuzer eine wesentliche Rolle beim Atombombenabwurf auf Hiroshima. Die Versenkung des Kriegsschiffes stellt für die US-Navy bis heute den schwersten Verlust auf See dar. Fast 900 Menschen wurden damals getötet – viele durch Haiangriffe – 316 Soldaten überlebten. Die „Indianapolis“ sank im Juli 1945 zwischen Guam und dem Golf von Leyte.

Die „Indianapolis“ war mit 1196 Menschen an Bord unterwegs, als zwei Torpedos eines japanischen U-Boots das Schiff kurz nach Mitternacht am 30. Juli 1945 trafen. Die „Indianapolis“ sank innerhalb von zwölf Minuten. Rund 300 Menschen kamen dadurch ums Leben. Überlebende blieben im Wasser zurück, die meisten von ihnen hatten nur eine Rettungsweste. Ein Notsignal hatte vor dem Untergang nicht mehr rechtzeitig abgegeben werden können. Vier Tage später entdeckte ein Bomber auf einer Routinepatrouille die Überlebenden im Wasser. Bis Rettungskräfte eintrafen war nur noch ein Viertel der ursprünglichen Schiffsbesatzung am Leben.

In zahlreichen Büchern wurden das Unglück und die Rolle des Schiffs dabei geschildert, wichtige Teile der Atombombe „Little Boy“ auf die Insel Tinian zu liefern. Tinian war der Startpunkt der Hiroshima-Mission des Bombers „Enola Gay“ im August 1945. Zuletzt widmete sich der Film „USS Indianapolis: Men of Courage“ mit Nicolas Cage aus dem Jahr 2016 den furchterregenden Tagen der Schiffsbesatzung auf See.

In der Pressemitteilung der US-Marine hieß es, ein Schlüsselhinweis für die Entdeckung des Wracks sei 2016 erfolgt, als der Historiker Richard Hulver ein neues Suchgebiet festlegte. Die Marine teilte mit, das 13-köpfige Forscherteam der „Research Vessel Petrel“ untersuche die Wrackstelle. Das Wrack sei weiter Besitz der Marine, sein Ort sei vertraulich und der Zugang dorthin beschränkt.

Von RND/ap