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Panorama Fastenzeit – der Härtetest für gute Vorsätze
Nachrichten Panorama Fastenzeit – der Härtetest für gute Vorsätze
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07:01 01.03.2017
Manchmal bleibt es nur ein guter Vorsatz und auch die Zahl der Abbrecher ist unbekannt: Doch am Aschermittwoch sind die fetten Zeiten für viele Menschen in Deutschland erst einmal vorbei. Quelle: dpa
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München

Es ist wieder soweit: Nach dem Fasching oder Karneval beginnt die Fastenzeit. Es ist die Zeit, zu deren Beginn besonders viele gute Vorsätze gefasst werden. Und es ist die Zeit, in der die guten Vorsätze oft doch zu schwer einzuhalten sind.

Früher bereiteten sich nur die Christen mit dem Verzicht auf die Osterzeit vor. Doch heute verzichten auch viele kirchenferne Bürger bis Ostern auf ein „Laster“ wie Alkoholgenuss, Rauchen und Süßigkeiten - oder nehmen sich das zumindest ganz fest vor. Auch die Politik mischt mit: Grüne und Bundesumweltamt fordern zum „Auto-Fasten“ auf.

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Die Zahl der Fasten-Fans ist in den vergangenen fünf Jahren laut einer Forsa-Umfrage für die DAK-Krankenkasse um 15 Prozent auf jetzt 59 Prozent gestiegen. Welcher Verzicht am beliebtesten ist, zeigen wir hier.

Bei den Katholiken gehören die einst strengen Fastenregeln längst der Vergangenheit an, bei vielen Gläubigen bleiben Fleischspeisen aber wenigstens an Aschermittwoch und Karfreitag tabu. So entstanden die traditionellen Fischessen am Aschermittwoch.

Auch die evangelische Kirche ruft seit 1983 zu „Sieben Wochen ohne“ auf, in denen man bewusst auf etwas verzichten soll. Dieses Jahr lautet das Motto „Sieben Wochen ohne Sofort“. Das soll zu Entschleunigung und Pausen anregen, zu Nachdenklichkeit und Besinnung. Man müsse ja auch nicht gleich jede Mail und Kurznachricht an der Ampel oder in der U-Bahn beantworten, lautet der Ratschlag.

Starkbier als Fastentrunk

Mit einer gewissen Schlitzohrigkeit verstanden die Gläubigen es in früheren Jahrhunderten, die damals noch lange Fastenzeit abzumildern. Auf diese Weise soll etwa das Gericht Fleisch im Brotteig entstanden sein, mit dem man den Schein der Enthaltsamkeit wahren konnte.

Mönche in bayerischen Klöstern brauten im 17. Jahrhundert erstmals - als „flüssiges Brot“ - das süffige Starkbier als Fastentrunk. Und auch zahlreiche Mehl- und Süßspeisen sollen ihren Ursprung in dem Versuch gehabt haben, in der Fastenzeit nicht ganz auf lukullische Genüsse verzichten zu müssen.

Von dpa/RND/zys

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