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Panorama Facebook-Nutzerin will ein Silvester ohne Böller – und löst hitzige Debatte aus
Nachrichten Panorama Facebook-Nutzerin will ein Silvester ohne Böller – und löst hitzige Debatte aus
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13:57 22.11.2018
Reste eines Silvesterfeuerwerks liegen auf einer Straße (Symbolbild). Quelle: Rüdiger Wölk/imago
Dresden

Bereits 83.128 Personen haben sich für eine an Silvester stattfindende Facebook-Veranstaltung angemeldet – und es werden immer mehr. Die außergewöhnlich große Resonanz dürfte an dem kontroversen Thema liegen: Mit der Veranstaltung „Silvester ohne Böller“ möchte Ulrike Gehrke aus Dresden die Menschen zum Verzicht auf privates Feuerwerk zum Jahreswechsel bewegen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Neben dem Umwelt- und Tierschutz führt die 43-Jährige, die auf Rügen geboren wurde und im Harz aufgewachsen ist, auch das unnötige Ausgeben von Geld an. Die Initiatorin der Facebook-Veranstaltung, die eigenen Angaben zufolge seit frühesten Kindheitstagen alles hinterfragt, regt an, doch lieber einige wenige Feuerwerke in der Öffentlichkeit zu veranstalten. Dies sei in vielen Ländern bereits gängige Praxis. „Ich könnte mir vorstellen, dass Pyrotechnik wirklich nur von ausgebildeten Profis benutzt werden darf“, sagt sie. Alleine die Gefahren, die im unsachgemäßen Gebrauch liegen, seien enorm. „Ebenso muss es empfindsamen Menschen, ihren Angehörigen oder Tieren möglich sein, sich vor der Belastung durch den Krach zu schützen“, findet sie.

Gehrke musste die Kommentarfunktion deaktivieren

Erstellt hat Ulrike Gehrke die Veranstaltung am 16. November. Und bereits zwei Tage später sah sie sich gezwungen, keine neuen Kommentare mehr zuzulassen. Das Aufkommen sei einfach zu hoch gewesen – über 400 sehr konträre Meinungsäußerungen hatte es gegeben. Mit ihrem Eingreifen wollte die Dresdnerin die „teils hitzige Debatte“ etwas abkühlen. „Das war die richtige Entscheidung. Es gibt doch einige Facebook-Nutzer, denen die Wortwahl nicht leichtfällt, wenn es zu gegenteiligen Ansichten kommt“, sagt sie. Das Kommentieren der bereits vorhandenen Posts ist aber weiterhin möglich.

„Vielleicht lässt sich der Trend zu immer lauter doch noch umkehren“

Große Hoffnung auf ein böllerfreies Deutschland macht Ulrike Gehrke sich mit ihrer Aktion aber nicht. Sie will auch nicht ihre eigenen Belange in den Vordergrund stellen – sie will aufmerksam machen. „Da meine Erfahrungen mit Böllern sehr negativ sind, wollte ich Gleichgesinnten eine Möglichkeit geben, gehört zu werden.“ Ihre Hoffnung: „Vielleicht lässt sich der Trend zu immer mehr und lauter doch noch umkehren.“

Von RND/df

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