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Übersicht Ex-KZ-Wächter Demjanjuk darf vorerst in den USA bleiben

Kriminalität Ex-KZ-Wächter Demjanjuk darf vorerst in den USA bleiben

Der in den USA lebende frühere KZ-Wächter John Demjanjuk wird vorerst doch nicht nach Deutschland ausgeliefert. Wie sein Anwalt am Samstag bestätigte, setzte ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia die Auslieferung aus.

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Er muss die USA vorerst nicht verlassen: John Demjanjuk

Quelle: Sven Nackstrand/afp

Erst soll über Demjanjuks Antrag auf Wiederaufnahme des Abschiebeverfahrens entschieden werden. Der 89-Jährige macht geltend, die Abschiebung könne ihm wegen gesundheitlicher Probleme nicht zugemutet werden.

Wann das für Einwanderungsfragen zuständige Gericht in Arlington über die Wiederaufnahme des Verfahrens befindet, steht nach Angaben von Demjanjunks US-Anwalt John Broadley noch nicht fest. Der in Cleveland im Bundesstaat Ohio lebende Demjanjuk hätte am Sonntag nach München ausgeliefert werden sollen.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte gegen den als „Iwan der Schreckliche“ berüchtigten Demjanjuk im vergangenen Monat einen internationalen Haftbefehl erwirkt. Die Anklagebehörde wirft dem in der Ukraine geborenen Mann Beihilfe zum Mord in 29.000 Fällen vor. Demjanjuk soll 1943 für ein halbes Jahr zu den Wachmannschaften des NS-Vernichtungslagers Sobibor im damals von Deutschland besetzten Polen gehört haben. Er muss sich in München vor Gericht verantworten, da er vor seiner Auswanderung in die USA bis Anfang der 1950er Jahre in der Nähe der bayerischen Landeshauptstadt lebte.

In einem früheren Verfahren in Israel war Demjanjuk wegen des Vorwurfs, KZ-Wächter in Treblinka gewesen zu sein, zum Tode verurteilt worden. Dieses Urteil wurde aber später aufgehoben, da seine Identität nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Die alten Vorwürfe spielen in München keine Rolle.

Die US-Behörden wollen auch einen früheren Wächter des NS-Konzentrationslagers Sachsenhausen ausweisen. Der heute 84-jährige Anton Geiser sei Mitglied der SS gewesen und habe als Wächter in dem Lager bei Berlin gearbeitet, erklärte das US-Justizministerium am Freitag. Geiser habe geholfen, tausende Unschuldige einer unmenschlichen und oft tödlichen Behandlung zu unterwerfen. „Die USA sind kein ’sicherer Hafen’ für derartige Individuen“, teilte das Ministerium mit.

Geiser wanderte 1956 aus Österreich in die USA ein und wurde 1962 US-Staatsbürger. Die US-Staatsangehörigkeit wurde Geiser, der auch Wachmann im Konzentrationslager Buchenwald war, bereits entzogen. Die Einbürgerung war nach Auffassung der Gerichte ungültig, weil er als NS-Mittäter kein Recht auf Einreise in die USA hatte.

afp

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24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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