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Panorama Entspannungstherapeut soll Frauen bei Massagen vergewaltigt haben
Nachrichten Panorama Entspannungstherapeut soll Frauen bei Massagen vergewaltigt haben
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13:55 04.01.2019
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Quelle: Thomas Frey/dpa
Berlin

Weil er Frauen bei Massagen sexuell belästigt haben soll, steht ein 45-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Dem Mann, der als Entspannungstherapeut tätig war, werden Übergriffe auf 18 Frauen zur Last gelegt. In zwei Fällen geht die Staatsanwaltschaft von Vergewaltigung aus. Eine Verteidigerin wies die Anklage zu Beginn des Prozesses am Freitag zurück. Die Frauen hätten „nicht eindeutig kommuniziert, dass sie irgendetwas nicht wollten“, erklärte die Anwältin. „Nein heißt Nein. Daran hat sich unser Mandant gehalten.“ Der 45-Jährige schwieg zunächst.

Die Staatsanwaltschaft geht von Taten bei Wellnessmassagen in der Zeit von Dezember 2016 bis Februar 2018 aus. Zunächst habe der Mann die Behandlungen in einem kleinen Raum in einem Sportstudio im Stadtteil Spandau durchgeführt. Er habe die Geschädigten gegen ihren Willen im Intimbereich berührt, um sich sexuell zu erregen. Zuvor habe er die Türen verschlossen.

Frau bei der Behandlung immer wieder im Intimbereich berührt?

Als erste Zeugin sagte eine 29-Jährige, sie und ihre Freundin hätten über das Internet Gutscheine für eine Ganzkörpermassage erworben. Der Angeklagte habe sie in einem leeren Sportstudio empfangen und sich als Therapeut vorgestellt. Als er sie bei der Behandlung immer wieder im Intimbereich berührte, sei sie wie erstarrt und nicht in der Lage gewesen, sich zu wehren.

Die Verteidigerin sagte weiter, ihr Mandant habe sich nicht strafbar gemacht. Mehrfach habe er während der Massagen gefragt, ob alles in Ordnung sei. Wenn gesagt worden sei, dass er aufhören solle, habe er sich daran gehalten. Der Prozess wird am 8. Januar fortgesetzt.

Von RND/dpa