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Panorama Elf Tote bei Unwetter in Italien – Markusdom unter Wasser
Nachrichten Panorama Elf Tote bei Unwetter in Italien – Markusdom unter Wasser
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21:47 30.10.2018
Ein Mann geht durch Trümmer von Jachten und Booten, die in Rapallo an Land gespült wurden. Quelle: Antonio Calanni/AP/dpa
Genua

Bei Unwettern in Italien sind bisher mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Tote gab es Medienberichten zufolge unter anderem im Umland von Rom und Neapel, in Südtirol, im Adria-Badeort Rimini und nahe den Dolomiten. Der Flughafen von Genua musste vorübergehend geschlossen werden und konnte erst wieder am späten Dienstagnachmittag öffnen. Angespannt blieb die Lage vor allem weiterhin in den Regionen Venetien um die Lagunenstadt Venedig und in Trentino im Norden Italiens, wie der Zivilschutz mitteilte. In beiden Gebieten galt auch für Mittwoch die höchste Alarmstufe. In Südtirol besserte sich demnach die Wetterlage etwas.

Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens. Auch der berühmte Markusdom in Venedig blieb nicht von dem schlimmsten Hochwasser seit zehn Jahren verschont, das die Lagunenstadt am Montag heimgesucht hatte. In dem Gotteshaus habe das Wasser 16 Stunden lang bis zu 90 Zentimeter hoch gestanden, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa Verwaltungschef Carlo Alberto Tesserin am Dienstag. „An einem einzigen Tag ist die Basilika um 20 Jahre gealtert, und das ist noch eine optimistische Einschätzung“, sagte er demnach. In Venedig war am Montag das Hochwasser auf 156 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen, 70 Prozent der Altstadt standen unter Wasser. Am Dienstag besserte sich die Lage dort etwas. Im Internet erregte ein Video großes Aufsehen, das Kellner in Venedig zeigt, die in Gummistiefeln Pizza servieren.

Wasser bedeckt den Mosaikboden eines Teils des Markusdoms. Quelle: Andrea Merola/ANSA/AP/dpa

Wegen der Unwetter hatten in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen werden müssen. Ankommende Schiffe sollten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, hatte Regionalpräsident Giovanni Toti am Montagabend in der Regionalhauptstadt Genua mitgeteilt. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der Küste der italienischen Riviera. Der berühmte Luxus-Badeort Portofino war am Dienstag von der Außenwelt abgeschnitten: Heftiger Sturm hatte die Zufahrtsstraße beschädigt. Zu den dort gestrandeten Menschen gehöre auch ein Sohn von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, hieß es.

Luxusjachten an Land geschleudert

Im nördlich von Portofino gelegenen Küstenort Rapallo, rund 30 Kilometer südöstlich von Genua, hatte der Sturm Luxusjachten aus ihren Vertäuungen gerissen und ans Ufer geschleudert. Fast 200 Jachten wurden durch die bis zu zehn Meter hohen Wellen zerstört, darunter auch die des Berlusconi-Sohnes Pier Silvio, meldete die Zeitung „Corrierre della Sera“. In ganz Ligurien waren 22.000 Haushalte ohne Strom.

........PER FORTUNA CHE C'È IL MOSE!!! VENEZIA 29/10/2018

Gepostet von Simone Sciascia am Montag, 29. Oktober 2018

Zu den bisher elf Toten gehören ein freiwilliger Feuerwehrmann, der in St. Martin in Thurn in Südtirol am Montagabend von einem Baum erschlagen wurde. In der Region Trentino kam eine Frau ums Leben, als ein Erdrutsch ihr Haus begrub. Ein Fischer wurde dort zudem tot auf einem See geborgen. Nahe dem Adria-Ort Rimini starb ein Kite-Surfer.

Die Bahnstrecke zum Brennerpass war am Dienstagmorgen unterbrochen, die Brennerautobahn einspurig befahrbar. In Dimaro in der Provinz Trient trat ein Wildbach über die Ufer, 200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Eine Sprecherin der Europäischen Kommission sprach Italien in Brüssel ihre Anteilnahme aus. Die EU sei „bereit, jede erdenkliche Unterstützung und Hilfe zu bieten“.

Von RND/dpa

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