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20:01 16.03.2018
Brillen sorgen dafür, dass man nirgendwo anstößt oder hineinfällt, und mit etwas Glück sogar intelligenter aussieht. Kauft man jedoch eine Brille, wird man arm. Keine leichte Entscheidung. Quelle: iStockphoto
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Hannover

Mein visuelles Siechtum hat einen Punkt erreicht, an dem es nur drei Möglichkeiten gab: Entweder, ein polnischer Hinterhofchirurg hobelt mir für 89,99 Euro mit dem Laser die Linsen ab. Dann kann ich nicht mehr gucken.

Oder ich verzichte auf eine Brille und versuche, ohne technische Tricks durch den öffentlichen Verkehr zu kommen. Dann werde ich sterben. Oder aber ich kaufe mir für den Gegenwert eines tschechischen Kleinwagens eine Gleitsichtbrille. Dann bin ich arm. Angesichts der Optionen “blind, tot oder arm“ habe ich mich für arm entschieden.

Teuer, mittelteuer, sauteuer

Mein Optiker begrüßte meine Wahl. Er mag mich lebend und mit Geld am liebsten. Man unterbreitete mir vier Modelle: teuer, mittelteuer, sauteuer oder unfassbar teuer. Bei teuer und mittelteuer könne man im Prinzip aber kaum gucken, hieß es. Ich entschied mich für unfassbar teuer und gegen Weihnachtsgeschenke für die Kinder.

Das ist das Gemeine an so einem Körper: Da wird ab 40 Lebensjahren nicht mehr groß nachjustiert. Da sagt die Evolution: “Tja, Freundchen, wenn du jetzt deine wichtigsten Laufwege noch nicht draufhast, bist du selber schuld, wir müssen uns jetzt um die Jungen, Fitten kümmern, die sich noch vermehren wollen – schönes Leben noch!“

Freud und Gleit

Beim Thema Gleitsicht liegen Freud und Gleit eng zusammen. Vorteil: Man braucht nicht mehr drei Brillen. Nachteil: Man braucht zum Lesen im Bett und zum Arbeiten am Bildschirm im Prinzip doch wieder eine andere Brille – macht zusammen mit der Gleitsichtbrille, äh: drei.

Trotzdem ist Gleitsicht sehr verbreitet, man spricht nicht umsonst von der deutschen Gleitkultur. Wie funktioniert das? Ein sächsischer Unterholzschamane schmirgelt in einer Vollmondnacht so lange auf einem von einer Jungfrau geernteten Stück Glas herum, bis es sehr, sehr teuer aussieht. Dies wird in eine 2,80 Euro teure Fassung eingesetzt, die mit 160 Euro berechnet wird.

Sodann kann man in der Mitte in die Mitte, oben nach weit und unten nach nah gucken. Als Zusatzbonus kann man in die Zukunft gucken: Ich werde in Zukunft sehr, sehr wenig Geld haben. Dafür kann ich mit ein bisschen Training meinen Kopf um 180 Grad drehen wie eine Eule. Und das Beste: Ich lebe noch. Schönes Wochenende!

Von Imre Grimm

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