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Panorama Berliner Polizist soll Drogenhändler gewarnt haben
Nachrichten Panorama Berliner Polizist soll Drogenhändler gewarnt haben
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10:06 16.03.2018
Die Berliner Polizei gerät immer wieder in die Kritik – diesmal soll ein Beamter mit Drogenhändlern kooperiert haben. Quelle: dpa
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Berlin

Wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Beteiligung an Drogenhandel ist am Freitag in Berlin ein Polizist festgenommen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, kamen zwei weitere Verdächtige nach mehreren Durchsuchungen in der Bundeshauptstadt in Haft.

Der 36-Jährige soll dem Bericht zufolge bereits 2016 Vereinbarungen mit Gaststättenbetreibern getroffen haben, sie vor Kontrollen der Drogenfahnder zu warnen. Dafür soll der Polizeibeamte bezahlt worden sein – regelmäßig soll er Beträge in Höhe von bis zu 3000 Euro erhalten haben. Außerdem soll er den Mitbeschuldigten einen Raum zu Lagerung von Drogen zur Verfügung gestellt haben.

Die Zeitung „Die Welt“ hatte berichtete, dass Beamte des Landeskriminalamtes am Morgen wegen Korruptionsverdachts 20 Objekte durchsucht hätten. Laut Staatsanwaltschaft sicherten die Ermittler dabei Beweismittel wie größere Mengen Bargeld und Mobiltelefone.

Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber twitterte zu dem Fall: „Ein Markenkern der #Organisierten #Kriminalität ist, dass diese auf allen gesellschaftlich relevanten Ebenen vernetzt ist. Leider auch bei der #Korruption in Behörden. Darüber spricht man nicht gerne, aber so läuft’s.“

Die Berliner Polizei war in jüngster Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Vor kurzem musste Polizeichef Klaus Kandt seinen Posten räumen. Er stand zuletzt mehrfach in der Kritik – unter anderem wegen der Zustände an Polizeischießständen und einem Sex-Skandal am Rande des G-20-Einsatzes in Hamburg. Für Schlagzeilen sorgte auch die Polizeiakademie, wo sich Ausbilder über Disziplinlosigkeit von Polizeianwärtern bis hin zu kriminellen Bewerbern beschwert hatten. Seit dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember 2016 waren zudem immer wieder Ermittlungspannen ans Licht gekommen.

Von RND/iro/dpa

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