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Panorama Bandenkrieg im Kölner Rockermilieu: „Hier wird wie im Wilden Westen rumgeballert“
Nachrichten Panorama Bandenkrieg im Kölner Rockermilieu: „Hier wird wie im Wilden Westen rumgeballert“
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12:12 09.01.2019
Einschusslöcher sind in einer Glasscheibe vor einer Spielhalle im Kölner Stadtteil Buchheim zu sehen. Tobt in Köln ein Rockerkrieg? Quelle: Henning Kaiser/dpa
Köln

Auseinandersetzungen zwischen Rockerbanden gefährden nach Einschätzung der Polizei derzeit die öffentliche Sicherheit in Köln. „Mitten auf Kölner Straßen wird mit hochkarätigen Waffen geschossen“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Mittwoch. „Als wären wir hier im Wilden Westen wird hier rumgeballert.“ Auf Außenstehende werde bei den Schießereien keine Rücksicht genommen. Es sei ein „glücklicher Zufall, dass bisher noch niemand zu Tode gekommen“ sei, sagte Klaus-Stephan Becker, Leiter Direktion Kriminalität. Zuletzt war es in Köln immer wieder zu Auseinandersetzungen auf offener Straße gekommen.

Es gehe dabei um einen sich immer weiter aufschaukelnden Konflikt zwischen Bandidos und Hells Angels. Dies seien keine Rocker im eigentlichen Sinne, sondern kriminelle Banden, die handfeste wirtschaftliche Interessen verfolgten. Die Banden seien „von Migranten deutlich dominiert“. Die Mitglieder stammten zum Teil aus der Türkei, aus dem Kosovo und Nordafrika.

Kölner Polizei will härter gegen Rocker vorgehen

Künftig will die Kölner Polizei härter gegen die rivalisierende Rockerbanden vorgehen. Am Mittwoch habe es bereits erste Durchsuchungen gegeben, sagte Polizeipräsident Jacob. Zudem werde man verstärkt kontrollieren. Es würden Zivilfahnder und erfahrene Ermittler aus dem Bereich der organisierten Kriminalität eingesetzt. Ein wichtiger Punkt sei auch die Finanzermittlung. Dabei gehe es etwa um die Gelder und teuren Autos der Bandenmitglieder. „Wir werden sehr robust gegen diese Vereinigungen vorgehen“, versprach Jacob. „Wir werden es nicht dulden, dass es in Köln so weitergeht wie bisher.“

Von RND/dpa