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Panorama Bahnverkehr kommt nach Sturm langsam in Gang
Nachrichten Panorama Bahnverkehr kommt nach Sturm langsam in Gang
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08:53 30.10.2017
Quelle: dpa
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Berlin

Nach dem Herbststurm „Herwart“ bemüht sich die Deutsche Bahn, den lahmgelegten Zugverkehr im Norden und Osten Deutschlands wieder in Gang zu bringen. Vor allem rund um Hamburg wird es nach Angaben des Konzerns jedoch auch am Montag noch Sperrungen geben.

Vom Morgen an sind wieder erste Fernzüge zwischen Hannover und Berlin, Hannover und Magdeburg, Münster (Westfalen) und Norddeich sowie Berlin und Dresden unterwegs, wie die Bahn am Morgen mitteilte. Ab etwa 14 Uhr sollen zwischen Hamburg und Berlin wieder erste Fernzüge fahren.

Wegen des Umfangs der Schäden könne es allerdings auf diesen Strecken weiter zu Einschränkungen und auch Zugausfällen kommen. „Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt“, hieß es.

Lahmgelegt ist der Fernverkehr weiterhin auf den Strecken Hamburg–Westerland, Hamburg–Kiel, Hamburg–Lübeck–Puttgarden,Hamburg–Rostock–Stralsund, Berlin–Stralsund sowie Dortmund– Bremen–Hamburg. Für Reisen zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet werden die Verbindungen über Hannover empfohlen.

48-Jähriger Urlauber weiterhin vermisst

Im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Niedersachsen könne es weiterhin zu Einschränkungen kommen. Die Deutsche Bahn hatte am Sonntag in sieben Bundesländern ihren Fernverkehr gestoppt.

Mehrere Tote, Verletzte und erhebliche Schäden – das war die Bilanz von „Herwart“ am Wochenende in Europa. An der Nordsee in Niedersachsen wurde ein 63-jähriger Camper von der Sturmflut überrascht und ertrank. In Mecklenburg-Vorpommern kenterte ein Motorboot mit drei Urlaubern aus Sachsen. Eine 48-jährige Frau starb noch am Abend im Krankenhaus, ein 56 Jahre alter Mann in der Nacht zum Montag. Die Suche nach einem weiteren Passagier, einem 48 Jahre alten Mann, blieb erfolglos.

Als der Sturm abflaute, begann vielerorts das große Aufräumen. Viele Straßen waren zuvor wegen umgekippter Bäume gesperrt worden - vor allem in Nord- und Ostdeutschland entwurzelte „Herwart“ zahlreiche Bäume. Der Wind erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 176 Kilometern pro Stunde am Fichtelberg und 144 Kilometern pro Stunde auf Fehmarn. Er wird sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu Wochenbeginn wieder abschwächen.

Von RND/dpa

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