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Panorama Air-Asia-Crew sorgt für Panik an Bord
Nachrichten Panorama Air-Asia-Crew sorgt für Panik an Bord
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14:04 16.10.2017
An Bord eines Flugzeuges der Billiglinie AirAsia brach ohne Grund Panik aus. Quelle: dpa
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Sydney

Wenn der Kabinendruck abfällt und Sauerstoffmasken aus der Decke fallen, ist das ohne Frage eine Schrecksekunde für jeden Passagier. Genau das passierte am Sonntag bei einem Flug von AirAsia Indonesia, auf dem Weg von Perth in Westaustralien zur indonesischen Urlaubsinsel Bali. Der Flieger ging nach 25 Minuten in der Luft in einen raschen Sinkflug und verlor innerhalb kurzer Zeit über 20.000 Fuß an Höhe. Der Pilot regierte routiniert und kehrte zu seinem Startflughafen nach Perth zurück, wo die 145 Passagiere auf andere Flieger umgebucht wurden.

Wäre da nicht die Crew an Bord der Maschine gewesen, die in völlige Panik ausbrach – wie dieses Video zeigt. „Die Crew reagierte mit absoluter Hysterie und steckte damit die Passagiere an. Die Panik wurde wegen des Verhaltens des Personals vervielfacht, das schrie und weinerlich und schockiert wirkte”, berichtete eine der Passagierin nach dem Flug der australischen Nachrichtensendung Seven News.

Durchsagen waren nicht auf Englisch

Das Video, das ein Passagier mit seinem Handy filmte, zeigt die angsterfüllten Gesichter der Passagiere, während im Hintergrund Schreie der Crew zu hören sind: „Schnallt euch an, schnallt euch an“. Mark Bailey, ebenfalls Passagier an Bord der Maschine, bestätigte, dass die Crew durch ihr Verhalten regelrecht Panik ausgelöst habe. „Sie waren einfach hysterisch und haben immer wieder Notfall, Notfall“ geschrien. Eine weitere Passagierin sagt dem Sender Channel 9, dass sie dachte, sterben zu müssen. „Es war schrecklich“, sagte die junge Frau. Eine Australierin berichtete, dass zudem niemand wusste, was eigentlich genau vor sich ging, da die Durchsagen im Flieger in verschiedenen Sprachen, aber nicht auf Englisch gewesen seien.

AirAsia Indonesia entschuldigte sich später in einem offiziellen Schreiben für den Vorfall. „Die Sicherheit unserer Gäste hat oberste Priorität für uns“, hieß es darin. Doch der Vorfall ist inzwischen kein Einzelfall mehr. Bereits im Juni hatte eine Maschine der asiatischen Fluglinie einen Motorschaden und schüttelte die Reisenden bis zur Notlandung „wie in einer Waschmaschine” durch. Damals trug der Pilot den Fluggästen bereits auf, ein Gebet zu sprechen. Ein Passagier filmte die Szenen. Eine Woche später kam es zu einem weiteren Motorenschaden und einer Notlandung in Australien.

Nur zwei Sterne im weltweiten Sicherheitsranking

Weltweit Schlagzeilen machte die Fluglinie, die bei Airlineratings.com gerade mal zwei aus sieben Sternen im Sicherheitsranking hat, im Dezember 2014. Damals stürzte ein AirAsia-Flieger mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur in die Javasee. Ein Radar-Screenshot, der damals dem indonesischen Flugexperten Gerry Soejatman zugespielt wurde, zeigte, wie das Flugzeug um 9000 Fuß pro Minute in die Höhe stieg, um dann mit 11.000 Fuß pro Minute und kurzzeitig sogar bis zu 24.000 Fuß pro Minute in die Tiefe zu stürzen. Damit verschwand das Flugzeug in weniger als einer Minute vom Radarschirm.

Bereits kurz nach dem Unglück hatte der australische Luftfahrtexperte Geoffrey Thomas auf AirlineRatings.com unter dem Titel „Warum ich niemals AirAsia fliegen würde“ geschrieben: „Man bekommt, was man bezahlt.“ AirAsia sei eben eine Billigfluglinie. Untersuchungen hätten gezeigt, dass – obwohl viele Passagiere Angst vor dem Fliegen hätten – nicht einmal ein Drittel Sicherheit höher bewerte als den Preis eines Tickets.

Von Barbara Barkhausen/RND

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