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Panorama 73 und kein bisschen weise – Rentner verkaufte kiloweise Marihuana
Nachrichten Panorama 73 und kein bisschen weise – Rentner verkaufte kiloweise Marihuana
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13:43 04.01.2019
Ein 73-Jähriger hat sich neben der Rente ein zweites Standbein aufgebaut. Quelle: Matt Masin/dpa
Dresden

Franz T. ist 73 Jahre alt, ein reizender, älterer Herr, der nette Rentner, dem niemand was Böses zutraut. Aber der Schein trügt. Der Mann hat eine kriminelle Karriere hingelegt, die es in sich hat: Diebstahl, Hehlerei, Betrug, Einbruch, Urkundenfälschung, Beleidigung – viel ausgelassen hat er nicht. Gekrönt wird dies von einem Prozess vor dem Dresdner Landgericht wegen Drogenhandels, der am Donnerstag begann.

Kiloweise Marihuana verkauft

Der 73-Jährige entspricht zwar nicht den Vorstellungen, die man normalerweise von einem Dealer hat, aber er hat in Dresden kiloweise Marihuana und Kokain unter die Leute gebracht. Bezogen hat er die Drogen von einem Kumpel, den er einst im Knast kennengelernt und dann zufällig wiedergetroffen hatte.

Angeklagt ist er in fünf Fällen, in denen Franz T. zwischen Juni und Juli 2018 Drogen ge- und dann weiterverkauft haben soll. Offenbar war er aber schon viel länger im Geschäft, denn aufgeflogen war die Sache, als ein Dresdner Dealer lange vorher aus dem Verkehr gezogen wurde und bei der Polizei fleißig aus dem Nähkästchen plauderte. Dabei fielen auch die Namen von Franz T. und dem Lieferanten. Ergebnis: Beide landeten in Untersuchungshaft.

Für einen 73-Jährigen, auch wenn er Hafterfahrung hat, sicher nicht einfach, auch weil der Angeklagte angeschlagen ist, erhebliche Rückenprobleme und starke Schmerzen hat. Deshalb habe er auch zu Marihuana gegriffen. „Ich habe mir damit immer Tee gekocht, das hat die Schmerzen erträglich gemacht“, erklärte er.

Gewinnorientierte Geschäfte

Mag sein, aber die meisten der Drogen, die er von seinem Lieferanten bekam, hat er weiterverkauft – und ganz sicher nicht so billig, wie er dem Gericht weismachen wollte. Das schließlich wäre ein extremes Verlustgeschäft gewesen. Franz T. aber ist eher gewinnorientiert, seine „Geschäfte“ verließen daher oft den legalen Weg. Seit dem Jahr 1969 stand er regelmäßig vor Gericht und landete im Gefängnis.

Dabei hat er bessere Zeiten gesehen: Franz T. legte in München ein Begabten-abitur ab, machte Ausbildungen zum Kaufmann und zum Koch, ging nach Italien, eröffnete dort erst ein Restaurant, dann eine Baufirma. Zurück in Deutschland verkaufte er Immobilien, ging dann nach Kolumbien und betrieb ein Import-Export-Geschäft. Schließlich kehrte er nach Deutschland zurück, zog nach Bayern und landete 2003 in Dresden. Hier wurde er 2006 und 2009 verurteilt, weil er gefälschte Führerscheine und andere Dokumente vertrieb. Als er aus der Haft kam, begann die Sache mit den Drogen.

Übrigens wäre der Angeklagte fast Anwalt geworden. Fast alle in der Familie von Franz T. haben mit der Juristerei zu tun – auch seine Frau und sein Sohn sind Rechtsanwälte. Aber ein schwarzes Schaf gibt es wohl in jeder Familie.

Von RND

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