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ARD-Vorabendshow

Gottschalk sitzt quotenmäßig „in der U-Bahn“

Moderator Thomas Gottschalk räumte ein, mit seiner neuen Sendung quotenmäßig in der U-Bahn zu sitzen. Aber manchmal kommt die U-Bahn auch ans Licht: Gottschalk jedenfalls hofft auf Besserung.
Foto: Thomas Gottschalk räumt ein, dass in seiner neuen Show noch nicht alles rund läuft.

Thomas Gottschalk räumt ein, dass in seiner neuen Show noch nicht alles rund läuft.

© dpa

Berlin. Thomas Gottschalk und sein Quotentief bei der ARD: Jetzt hat der Entertainer erneut eingeräumt, dass in seiner neuen Vorabendshow noch nicht alles rund läuft. „Letzte Woche bin ich mit meiner neuen Vorabendshow quotenmäßig Achterbahn gefahren, diese Woche U-Bahn“, schrieb der 61-Jährige in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe). „Nächste Woche, so Gott und die Zuschauer wollen, geht es ja vielleicht mit der Bergbahn nach oben.“

Besonders nach der schwachen Quote vom Dienstag (1,40 Millionen Zuschauer), als Modeschöpfer Karl Lagerfeld zu Gast war, habe er „gestöhnt“. Am Donnerstag war die Lage aber fast genauso schlecht: 1,42 Millionen Zuschauer (5,1 Prozent Marktanteil) versammelten sich republikweit vor den Bildschirmen. Gottschalk ist nach seinem Abschied im Dezember vom ZDF-Klassiker „Wetten, dass..?“ seit 23. Januar bei der ARD vier Mal in der Woche auf Sendung.

Mit 4,34 Millionen Zuschauern startete die Sendung am 23. Januar eindrucksvoll. Danach ging es bergab. Die Kritik an seiner Sendung auf der Facebook-Seite von „Gottschalk Live“ nahm zu. Dabei sollte der Publikumsliebling mit der großen Erfahrung das traditionell quotenschwache ARD-Vorabendprogramm aus dem Tief nach oben ziehen. Der Moderator selbst sprach vor seinem Einstieg von der „Todeszone“, in die er sich hineinbewege.

Die ARD demonstriert nach außen Gelassenheit. Den Inhalt der Show, die sich nach zwei Wochen als eine Art Gemischtwarenladen mit viel Produkt-PR der Gäste und reichlich Programmwerbung präsentiert, will die Programmdirektion nicht ändern. „Den inhaltlichen Kurs der Sendung bestimmen Thomas Gottschalk und sein Redaktionsteam“, sagte ein ARD-Sprecher am Freitag. „Das ist auch richtig so, denn „Gottschalk Live“ ist eine halbe Stunde, die zu 100 Prozent von der Persönlichkeit des Moderators geprägt wird.“

Könnte vielleicht die Reißleine gezogen werden, bevor die ARD und Gottschalk ihr Image gemeinsam verspielen? „Thomas Gottschalk hat es heute selbst auf den Punkt gebracht. „Wir versuchen das, wonach alle geschrien haben: etwas ganz Neues. Und das kann dauern.““, sagte der Sprecher und ergänzte: „Die ARD wird ihm dazu Zeit und Luft lassen.“

Dabei schrieb Gottschalk selbst - ob es nun scherzhaft gemeint war oder nicht - in seinem „Bild“-Beitrag, dass „ein Anruf des ZDF-Programmdirektors, mir das mit „Wetten, dass..?“ nach der Pilawa-Absage doch noch mal zu überlegen, mich in diesem Moment zumindest hätte wackeln lassen. Aber er hat nicht angerufen und ich habe nicht gewackelt.“ Jörg Pilawa, nach Hape Kerkelings Absage an das ZDF zum „Wunschkandidaten“ aufgestiegen, hatte zu Beginn der Woche noch einmal deutlich gemacht, er komme nicht in Frage.

Inzwischen witzelt die Branche offen über Gottschalks Schieflage im ARD-Vorabendprogramm. Sat.1-Lästerer Harald Schmidt, auch nicht gerade der Zuschauerkrösus, und sein Gast Michael („Bully“) Herbig machten sich am Donnerstagabend lustig über den Entertainer. Auch Markus Lanz, der derzeit als einer der großen Favoriten für die Nachfolge auf den „Wetten, dass..?“-Thron gilt, nahm diese Woche in seiner ZDF-Talkshow im Zusammenhang mit Gottschalk den Begriff „Costa Concordia der ARD“ in den Mund.

dpa


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