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Nachrichten Medien Das Dschungelcamp ist auf Krawall gebürstet
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11:38 16.01.2016
Die erste Dschungel-Prüfung hieß: Gruß aus der Küche. Die Promis mussten zum Beispiel Kamelhirn oder Kakerlaken essen. Quelle: RTL / Stefan Menne
Hannover

So durften die zwölf Teilnehmer der am Freitag gestarteten zehnten Staffel der australischen Ekelsause nicht wie sonst vor dem Einzug ins rudimentäre Camp ein paar Tage im Luxushotel relaxen. Wie die Kandidaten beim Auftakt sonst noch auf die harte Tour geschickt wurden, zeigt der Dschungel-Härtetest:

Harter Brocken

Gleich zu Beginn wird eine neue Spielregel verkündet: Die Teilnehmer werden erstmals in zwei Camps eingeteilt, die gegeneinander antreten. Das ist aber nicht der einzige harte Brocken, den die C-Promis zu schlucken haben, denn es geht gleich mit einem Ekel-Dschungeldiner für alle los.

Harte Schale, weicher Kern

Im Vorfeld hatte sich der einstige Bundesligaprofi Thorsten Legat als Sprücheklopfer und Kämpfernatur inszeniert, zum Auftakt zeigt er sich jedoch von seiner zarten Seite: Beim Abschied von seiner Partnerin kommen ihm die Tränen, gleich bei der ersten Dschungelprüfung glaubt er sich ein Stück Zahn abgebissen zu haben. Oder wie Jürgen Milski über ihn sagt: "Mir ist ein großes Herz lieber wie die deutsche Sprache."

Harter Kerl

"Jürgen ist härter als der Dschungel." Mit dieser Losung zieht der Zweite der ersten "Big Brother" ins Camp ein. Mal sehen, was der Dschungel dazu sagt.

Hart im Nehmen

"Ich habe in so viele Abgründe geschaut, das schaffe ich jetzt auch noch", sagt Jenny Elvers beim Einzug ins Camp. Die Schauspielerin erweist sich als angenehme Abwechslung zum weiterverbreiteten Typus der Dschungelcamp-Tussi oder -Zicke.

Hartnäckig

Menderes Bagci, der ewige "DSDS"-Kandidat, ist die Personifikation der Hartnäckigkeit. Im Camp erweist er sich im Vergleich mit seinen Campkollegen überraschend besonnen und bodenständig und gewinnt auch gleich eine Prüfung für sein Team. Bei Twitter wird er schon als nächster Dschungelkönig gehandelt.

Hart an der Grenze

Gunter Gabriel ist ja schon als Schlagersänger für schlüpfrige Liedtexte ("Komm unter meine Decke") bekannt. Seine obszönen Altmänner-Sprüche ("Das Buschschweinsperma schmeckt fast wie meines") sind aber einfach nur peinlich.

Hart-wich

Moderator Daniel H. begleitet das Geschehen gemeinsam mit seiner Co-Moderatorin Sonja Zietlow mit gewohnt bissigen Kommentaren. Als der Schlagersänger Gunter Gabriel schon in den ersten Minuten im stickigen Dschungel schwächelt, tauft Hartwich ihn "Gabriel die Meerjungfrau".

Die Hard

So wie es Bruce Willis in "Stirb langsam" allein mit allen Schurken dieser Welt aufnimmt, so sagt Brigitte Nielsen sämtlichen Kakerlaken Australiens im Alleingang den Kampf an. Die amtierende Dschungelkönigin, die in einer Sondersendung von den Zuschauern erneut ins Camp gewählt wurde, macht dermaßen einen auf alte Häsin, dass es schon jetzt schwer zu ertragen ist. Ihr Leitspruch "Was geht los darein?" wird schnell zum lästigen Ohrwurm.

Hartherzig

So sind wie immer die Zuschauer und wählen Mimöschen Sophia Wollersheim in die Dschungelprüfung.

Die Show-Produzenten des RTL-Dschungelcamps scheinen in dieser Ausgabe verzweifelt alles auf Krawall bürsten zu wollen. Wenn Kakerlaken und Kamelhirn niemanden mehr schocken, müssen neue Konflikte forciert werden. Wer im medialen Überbietungszirkus bestehen will, hat eben eine harte Nuss zu knacken.

Der Legat der Tages

"Wenn die Türkei gegen Frankreich im Krieg ist, freust du dich doch auch nicht für Frankreich." Thorsten Legat zu Menderes, der nach der gewonnenen Dschungelprüfung Mitleid mit den Verlieren hat.

Mit dem Dschungelcamp holt RTL regelmäßig gute Einschaltquoten. Gleichzeitig ist kaum eine Sendung so unbeliebt. Aber in diesem Jahr kommt das Dschungelcamp zum perfekten Zeitpunkt, meint unser Medienkritiker Imre Grimm. Deutschland befindet sich im permanenten Ausnahmezustand – nun gibt es eine Atempause, auf die sich alle einigen können. Ablenkung mit Känguru-Hoden tut uns gerade gut.

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