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13:36 21.11.2018
Bei der Studie bekamen Hotelgäste während des Duschens ihren Energie- und Wasserverbrauch live angezeigt. Quelle: Amphiro AG/dpa
Zürich/Bamberg

Geräte zur direkten Anzeige des Energieverbrauchs können das Verhalten von Verbrauchern stark beeinflussen. In Hotels hat die Einführung von Echtzeit-Anzeigern in Duschen die verbrauchte Energiemenge um mehr als elf Prozent gesenkt – obwohl die Hotelgäste keinerlei finanziellen Nutzen hatten. Für die Hotels würde sich der Kauf solcher Geräte rechnerisch nach 2,2 Jahren amortisieren, berichten Forscher aus der Schweiz und Deutschland im Fachblatt «Nature Energy».

Das Besondere an der Studie ist, dass die Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und der Universität Bamberg das Einsparpotenzial nicht an freiwilligen Versuchsteilnehmern untersuchten, sondern an Hotelgästen. Diese waren sich nicht bewusst, Teil einer Studie zu sein.

Hotelgäste mit intelligenter Duschanzeige verbrauchten weniger Energie

In sechs Schweizer Hotels stattete das Team insgesamt 265 Duschen mit einer digitalen Anzeige aus: Diese gab in 40 Prozent der Badezimmer nur die Wassertemperatur an. In den übrigen 60 Prozent zeigte sie die verbrauchte Wasser- und Energiemenge an sowie einen stilisierten Eisbären, der sich – je nach Energieverbrauch – entweder auf einem Stück Eis, einer Eisscholle oder schon unter Wasser befand. «Wir haben das mit und ohne Eisbär getestet – das machte aber keinen Unterschied», sagt Erstautorin Verena Tiefenbeck von der ETH.

Bei insgesamt fast 20.000 Duschvorgängen von Februar bis April 2016 verbrauchten jene Hotelgäste mit der intelligenten Echtzeit-Anzeige 11,4 Prozent weniger Energie als die anderen Kunden, die nur die Temperatur sahen. Pro Duschvorgang sank der Verbrauch von sonst 1,883 Kilowattstunden um 0,215 Kilowattstunden (kWh). «Die Menschen haben vor allem kürzer geduscht», erläutert die Wirtschaftsinformatikerin Tiefenbeck.

Intelligente Echtzeit-Anzeige spart Geld

Bei einem Großhandelspreis von 40 Schweizer Franken (umgerechnet 35 Euro) pro Gerät, so kalkuliert das Team, hätten sich diese Kosten für Hotels schon nach 2,2 Jahren ausgezahlt. Dabei gehen sie von einem Preis von 0,128 Franken pro kWh zum Erwärmen des Wassers, einem Wasserpreis von 3,8 Franken pro Kubikmeter, einem Verbrauch von 3,56 Litern pro Dusche und 1,2 Duschvorgängen pro Tag aus.

Die Preise seien in Deutschland und der Schweiz recht vergleichbar, betont Tiefenbeck. Allerdings seien die Geräte im Einzelhandel etwas teurer. Dennoch würden sie sich bei einem Privathaushalt von rechnerisch 2,1 Personen schon nach etwa neun Monaten bezahlt machen.

Die Studie belege empirisch, dass eine auf bestimmte Tätigkeiten ausgerichtete Rückmeldung in Echtzeit das Verhalten stark beeinflusse – selbst wenn die Menschen nicht selbst davon finanziell profitierten, betonen die Forscher. Das spare nicht nur Energie, sondern auch Wasser.

Von RND/dpa

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