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16:00 18.10.2017
Apps wie „Ringtones Free – Music Ringtone Maker & Ring Tones“ bringen eigene Musik ins Klingeltonmenü. Quelle: dpa
Hannover

Ein voller Zug, ein Telefon klingelt, 15 Passagiere greifen in die Jackentasche, aber nur einer von ihnen wird wirklich angerufen: Situationen wie diese kennt eigentlich jeder. Früher waren Klingeltöne noch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal – man denke mal an „Schnappi, das kleine Krokodil“ und die Fernsehwerbung für Klingelton-Abonnements. Heute dagegen klingelt gefühlt jedes zweite Telefon gleich. Dabei lassen sich auch Smartphones ganz leicht mit individuellen Klingeltönen bespielen, es gibt sogar noch Klingelton-Abos.

Android beispielsweise macht es seinen Nutzern leicht: Das Telefon wird mit einem Computer verbunden und die gewünschten Tondateien zum Beispiel in den Ordner „Music“ verschoben, oder man lädt die Musikdateien direkt auf das Telefon. In den Einstellungen kann unter der Kategorie „Töne“ und dann „Klingeltöne“ einfach ein neuer Klingelton hinzugefügt werden. Die Töne sollten dazu am besten als MP3-Datei in der Mediathek liegen. Prinzipiell werden aber fast alle Audiodateiformate akzeptiert, und es spielt auch keine Rolle, wie lang das Lied oder der Ton ist.

Bei Apples iOS ist es etwas komplizierter: Der gewünschte Ton muss im M4R-Format vorliegen und darf maximal 40 Sekunden lang sein. Die gewünschte Musik lässt sich mit iTunes oder kostenlosen Programmen wie Audacity zurechtschneiden, mit dem kostenlosen Programm „Online Audio Converter“ wird die Datei in das M4R-Format konvertiert. Nun muss der fertige Klingelton nur noch in den iTunes-Bereich „Töne“ verschoben werden und taucht nach einer Synchronisierung von Telefon und Computer in den Einstellungen des iPhones auf.

Vorsicht vor Klingeltönen aus dem Internet

Wer nicht am Computer basteln will, aber auch unter den bestehenden Tönen nicht fündig wird, stößt im Netz schnell auf Websites mit kostenlosen Klingeltönen. Dabei besteht jedoch die Gefahr, sich schädliche Software einzufangen. „Im Internet hat keiner was zu verschenken“, warnt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Auch auf Websites, die Musik von bekannten Künstlern anbieten, ist Vorsicht geboten. Häufig sind diese Angebote illegal. Außerdem ist die Tonqualität auf kostenlosen Portalen oft nicht so gut wie gewünscht.

Oliver Buttler empfiehlt Nutzern deshalb, ein bisschen Geld zu investieren. Besonders für iPhone-Besitzer ist das ziemlich einfach. In den Klingelton-Einstellungen des Geräts gibt es am oberen rechten Bildschirmrand einen direkten Zugang zum Klingelton-Store. Für 99 Cent stehen hier viele Töne bereit, die sofort auswählbar sind.

Musik erstellen mit der Hilfe von Apps

Androids Play Store hat keinen eigenen Klingeltonbereich, dafür kann man dort Musik kaufen und sie als Klingelton auswählen. Mit Apps wie „Ringtone Maker“ (Android) kann der gewünschte Ton gekürzt und ein Einblende- und Ausblendeeffekt eingefügt werden. Für iOS geht das mit der „Ringtones“-App. Dann klingelt nicht bei jedem Anruf der ganze Song von Anfang an.

Auch die aus der Vergangenheit bekannten Spar-Abos gibt es heute noch. Wer Klingeltöne per App oder mittels kostenpflichtiger SMS kauft, müsse aber wachsam sein, ob es sich um einen Einzelkauf handelt oder ob durch den Kauf ein Abonnement abgeschlossen wird. Eine beim Mobilfunkanbieter eingerichtete Drittanbietersperre schützt vor ungewollten Käufen. Sie lässt sich entweder über das Onlinekundenkonto, die Hotline oder per Kunden-App kostenfrei einrichten.

Es gibt kostenlose Alternativen

Eine Möglichkeit, an kostenlose Klingeltöne zu bekommen, ist lizenzfreie Musik. „Töne oder Lieder unter der Creative-Commons-(CC)-Lizenz sind Gema-frei und können von jedem genutzt werden“, empfiehlt Benedikt Schwimmbeck von Chip.de. Einige davon sind aber nur zum privaten Gebrauch und nicht zur kommerziellen Nutzung gedacht. Töne mit CC-Lizenz gibt es beispielsweise bei Jamendo.com oder auf dem Youtube-Kanal „Audio Library – No Copyright Music“.

Wer Wert auf einen ganz unkonventionellen Ton legt, kann sich auch auf Websites von Unternehmen umschauen, die kostenlose Klingeltöne für die eigene Imagewerbung nutzen. Die typischen Klänge des Jägermeister-Horns, das Röhren eines Porsche 911 oder auch das Knattern einer Stihl-Motorsäge stehen auf den Portalen der jeweiligen Hersteller beispielsweise zum Download zur Verfügung. Wer es weniger werblich mag, muss sich anderswo umschauen.

Von Viktor Mülleneisen/RND

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