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Netzwelt Gericht erklärt Werbeblocker für zulässig
Nachrichten Medien Netzwelt Gericht erklärt Werbeblocker für zulässig
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16:38 19.04.2018
Der Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe hält Werbeblocker für zulässig. Quelle: dpa
Karlsruhe

Nach mehreren Verfahren im Streit um Werbeblocker im Internet hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entsprechende Software am Donnerstag für zulässig erklärt. Auch bei nachrichtlichen Angebot dürfen demnach Werbeanzeigen blockiert werden. Der Nutzer dürfe demnach selbst entscheiden, ob er entsprechende Programme nutze.

Axel Springer hatte Klage zuvor gegen den Anbieter des Werbeblockers Adblock Plus, Eyeo, eingereicht. Der Verlag sieht sein Geschäftsmodell durch das Unterdrücken von Werbung auf seinen Internetseiten gefährdet und hält die Geschäftspraktiken von Eyeo für unlauter.

Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln hatte es zunächst für beide Seiten einen Teilerfolg gegeben. Das OLG hatte keine Einwände gegen das sogenannte Blacklisting, mit dem Werbung blockiert wird, befand aber das sogenannte Whitelisting für rechtswidrig. Beim Whitelisting müssen Unternehmen dafür zahlen, dass Werbung durchgelassen wird, die den Eyeo-Richtlinien für akzeptable Werbung entsprechen.

Die Axel Springer-Anwälte argumentierten, dass nur wenige journalistische Angebote im Internet Geld über Bezahlschranken einnehmen könnten und Werbung daher existenziell sei. Eine Eyeo-Anwältin hielt entgegen, der Verlag steigere seine Erlöse im digitalen Bereich trotz der Benutzung von Adblockern jährlich im zweistelligen Prozentbereich.

Von RND/dpa

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