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Netzwelt Beschwerde: Facebook Stellenanzeigen ermöglichen Diskriminierung
Nachrichten Medien Netzwelt Beschwerde: Facebook Stellenanzeigen ermöglichen Diskriminierung
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16:01 19.09.2018
Bürgerrechtler behaupten, dass Facebook-Stellenanzeigen Diskriminierung ermöglichen. Quelle: Christophe Gateau/dpa
New York

Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat bei der Gleichstellungsbehörde eine Beschwerde gegen Facebook im Zusammenhang mit Diskriminierung bei Stellenanzeigen eingereicht. Das soziale Netzwerk ermögliche Arbeitgebern, Job-Angebote gezielt ausschließlich an Männer oder Frauen zu richten, obwohl dies gesetzlich verboten sei, argumentieren die Bürgerrechtler in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Dokument.

Ausgangspunkt für die Beschwerde waren drei Frauen auf Job-Suche, die sich durch gezielt an Männer gerichtete Anzeigen benachteiligt gefühlt hatten. US-Medienberichten zufolge wurden etwa Stellen bei der Polizei oder als LKW-Fahrer nur Männern gezeigt.

Facebook weist die Vorwürfe zurück

Nutzer, die ein Facebook-Konto einrichten, werden bei der Registrierung unter anderem nach ihrem Geschlecht gefragt. Diese Information wird genutzt, um die eingeblendeten Inhalte auf Nutzer zuzuschneiden. Auch Arbeitgeber, die bei Facebook Stellenanzeigen aufgäben, könnten auswählen, ob ein Angebot für alle Nutzer in einer bestimmten Gegend zu sehen sei oder ausschließlich bei Männern oder Frauen auf dem Facebook-Profil erscheine, beklagen die Bürgerrechtler. Wähle der Aufgeber der Anzeige „Männer“ aus, werde damit gegen Frauen und andere Menschen, die sich nicht als Männer identifizierten, diskriminiert. Facebook begünstige wissentlich diese Diskriminierung.

Der Internet-Riese wies die Vorwürfe zurück. „Bei Facebook hat Diskriminierung keinen Platz. Sie ist in unseren Richtlinien streng untersagt“, wurde Facebook-Sprecher Joe Osborne in US-Medien zitiert. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen seine Kontrollen gegen einen möglichen Missbrauch des Netzwerks gestärkt. „Wir sehen uns die Beschwerde an und freuen uns darauf, unser Handeln zu rechtfertigen“, so der Sprecher.

Von dpa/RND

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