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11:16 22.08.2018
Auf den Bildschirm fokussiert: Gezockt wird quer durch alle Altersklassen. Quelle: Koelnmesse GmbH
Köln

Die Gamescom gilt als europäische Leitmesse für digitale Spielekultur. In diesem Jahr feiert sie zehnjähriges Jubiläum. In den vergangenen Jahren ist die Messe stark gewachsen und knackt derzeit erstmals die 1000-Aussteller-Marke. Doch was bewegt die Szene? Hier sind die aktuellen Entwicklungen:

Gamer werden immer älter

Zocken, das ist nur was für Teenager? Im Gegenteil: Das Durchschnittsalter der Gamer in Deutschland steigt. Waren die deutschen Spieler und Spielerinnen 2017 im Schnitt 35,5 Jahre alt, liegt das Mittel heute bei 36,1 Jahren. Das liegt vor allem daran, dass die Gruppe der Ü50-Gamer besonders stark wächst. Zu ihr zählt der Branchenverband Game derzeit rund 9,5 Millionen Menschen. Insgesamt spielt rund jeder Zweite in Deutschland Videospiele, also 34,4 Millionen Menschen. Fast die Hälfte davon sind Frauen.

Gezockt wird auf dem Smartphone

In der U-Bahn, auf der Couch, beim Zahnarzt – die Deutschen spielen besonders gern auf ihren Smartphones. 2017 konnten die Handys in Deutschland erstmals den Computer als beliebteste Plattform ablösen, wie der Branchenverband Game ermittelt hat. 18,2 Millionen Menschen spielten demnach auf dem Smartphone, 17,3 Millionen auf dem PC und 16 Millionen auf einer Konsole, wie zum Beispiel der Playstation oder der Xbox. Abgeschlagen sind die Tablets: 11,5 Millionen Menschen nutzen sie zum Zocken.

Das Medium Nummer eins: Handys haben Computer als beliebteste Spieleplattform abgelöst. Quelle: Andrea Warnecke/dpa

Flatrate: So viele Spiele, wie du willst

Bei Serien und Musik hat sich das Prinzip schon längst bewährt: einmal monatlich bezahlen, alles schauen und hören. Bei Videospielen ist die Flatrate dagegen noch nicht durchgeschlagen. Dabei gibt es durchaus schon Angebote von unterschiedlichen Entwicklern. Doch mit einem Spiel verbringt man in der Regel deutlich mehr Zeit als mit einem Film – da lohnt sich das Abo unter Umständen gar nicht. Außerdem haben heute schon viele Spieler deutlich mehr Spiele, als sie überhaupt jemals durchspielen könnten.

Virtuelle Realität – die Zukunft?

Viele Spieler lieben das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Dort können sie sich in Helden, Hexer oder Assassinen verwandeln; das Paris in Zeiten der Revolution, Fantasy-Welten oder den Weltraum erkunden. Virtual-Reality-Spiele sollen diese Erfahrung noch intensiver machen. VR-Brillen gibt es bereits zu kaufen, und auch die Zahl der VR-Spiele wächst. Sogar die Spielhallen kommen zurück: In VR-Arcades können Interessierte gemeinsam in die virtuelle Realität eintauchen. Schätzungen zufolge könnte der VR-Gaming-Markt im Jahr 2020 weltweit Erlöse von 22,9 Milliarden Dollar erzielen.

Virtuelle Realität spielt auch auf der Gamescom eine Rolle. Die Zahl derVR-Spiele wächst. Quelle: imago/Manngold

E-Sports – bald olympisch?

Rund 216 000 Euro Preisgeld – so viel gewann der 18-jährige Mosaad „Msdossary“ Aldossary für den Gewinn des Weltmeistertitels im Videospiel „Fifa 18“. Für die „Fortnite“-Weltmeisterschaft macht der Entwickler Epic Games 100 Millionen Dollar locker. Zumindest was die Preisgelder angeht, ist E-Sports also schon in den Dimensionen von herkömmlichen Sportveranstaltungen angekommen. Nur bei der offiziellen Anerkennung hakt es noch. Olympisch werden „Fifa“ und Co. jedenfalls nicht so schnell: Erst kürzlich trafen sich das Internationale Olympische Komitee, Sportverbände und die E-Sports-Community, um sich „zunächst einmal besser kennenzulernen“. Vorstellen, dass Computerspiele als Sport anerkannt werden, kann sich IOC-Präsident Thomas Bach unter bestimmten Umständen schon. Bei den Asienspielen 2022 kann man zum ersten Mal fürs Zocken Medaillen gewinnen.

Der 18-jährige Mosaad “Msdossary“ Aldossary aus Saudi-Arabien ist Weltmeister im Videospiel FIFA18 und damit um eine Viertelmillion Dollar (rund 216000 Euro) Preisgeld reicher. Quelle: Ben Hoskins/dpa

Zocken – eine Krankheit?

Für die Weltgesundheitsorganisation ist Onlinespielsucht eine Krankheit. Sie nahm die Diagnose im Juni in die „Internationale Klassifikation der Krankheiten“ auf. Spielsüchtig ist demnach zum Beispiel, wer seine Freunde und Familie vernachlässige, keinen normalen Schlafrhythmus habe oder sich wegen des ständigen Spielens zum Beispiel schlecht ernähre. Doch mit der Klassifikation erntete die WHO auch viel Protest. Kritiker sagen: Wer exzessiv spielt, muss vielleicht eher wegen der zugrunde liegenden Probleme, wie Depressionen oder Angststörungen, behandelt werden.

Von Anna Schughart

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