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Netzwelt Cyber-Sicherheitsexperte warnt vor „Popcorn“-Trojaner
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21:58 22.03.2017
Cyber-Experten warnen vor neuen Computerviren. Quelle: APA
Hannover

Internet-Kriminelle werden nach Erkenntnissen des Internet-Sicherheitsexperten Mikko Hypponen immer kreativer bei der Entwicklung sogenannter Erpressungs-Software („ransomware“). Bei der jüngsten Trojaner-Version namens Popcorn müsse das Opfer kein Lösegeld mehr zahlen, wenn es sich stattdessen zum Komplizen macht. „Wer keine 1200 Euro Lösegeld zahlen kann, der erhält seine Daten umsonst zurück – sofern er zwei bis drei andere Internet-Nutzer infiziert“, sagte Hypponen am Mittwoch auf der IT-Messe CeBIT in Hannover.

Internet der Dinge birgt Gefahren

Ein neues Einfalltor für Internet-Gauner entstehe durch die flächendeckende Vernetzung elektronischer Haushaltsgeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen. Sie seien geeignet, die Nutzer auszuspionieren. Die kriminellen Angreifer seien mitunter aber relativ einfach zu identifizieren, da sie mit ihren Beutezügen und den vom Erlös gekauften Luxusgütern im Internet angäben.

Auch Smartphone-Nutzer müssten mehr aufpassen: Mehr als zwei Drittel von ihnen wüssten nach seinen Schätzungen immerhin nicht, ob ihr Smartphone infiziert ist. Was der einzelne Nutzer machen könne? „Sagen Sie ,Nein' zum verlockenden Multi-Millionen-Dollar-Deal von irgendwelchen Saudi-Prinzen“, meinte Hansen mit Blick auf Lockangebote. Außerdem sollte die Sicherheits-Software permanent auf dem neuesten Stand sein.

Von RND/dpa