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Fernsehen Trumps Lieblingssender findet keinen Trump-Verteidiger
Nachrichten Medien Fernsehen Trumps Lieblingssender findet keinen Trump-Verteidiger
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11:14 17.08.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP
Washington

Trotz hartnäckiger Versuche der Redaktion hat der rechtskonservative US-Sender Fox News nach eigenen Angaben keinen Republikaner auftreiben können, der die Äußerungen von US-Präsident Donald Trumps in der Rechtsextremismusdebatte verteidigen will.

„Wir konnten niemanden bekommen“

„Unser Buchungsteam hat Republikaner aller Lager aus dem ganzen Land kontaktiert“, sagte Moderator Shepard Smith am Mittwochabend (Ortszeit) in seiner Sendung. „Wir konnten niemanden bekommen, der herkommen und ihn (Trump) verteidigen wollte.“

Aus seiner Verwunderung machte der Moderator keinen Hehl - schließlich ist sein Sender nicht eben bekannt dafür, Republikaner und ihre politischen Positionen knallhart zu hinterfragen. „Lasst uns ehrlich sein: Republikanern macht es oft nichts aus, bei Fox News zu sein“, sagte Smith.

Auch die bekannten Politiker, die den Präsidenten in der Debatte nach den Vorfällen in Charlottesville (Virginia) und Trumps Reaktion darauf verurteilten, hätten es vermieden, seinen Namen auszusprechen.

Letzter Bewahrer amerikanischer Werte

Der Sender Fox News gilt als rechtsgerichtet und machte nie einen Hehl daraus, der Propaganda-Arm der republikanischen Partei zu sein. Ähnlich wie Trump stilisiert sich Fox als letzter Bewahrer amerikanischer Werte, die es gegen deren Feinde zu verteidigen gilt. Dazu kommt, dass der US-Präsident und Medienmogul Rupert Murdoch, der Fox News kontrolliert, befreundet sind.

Zuletzt gab es aber Brüche – etwa in einer Auseinandersetzung zwischen Trump und der damaligen Fox-Moderatorin Megyn Kelly. Als sie ihm im Interview Frauenfeindlichkeit vorwarf, reagierte er mit Beleidigungen. Megyn Kelly hat den Sender mittlerweile verlassen – sie wechselte zu NBC.

Von dpa/RND/zys