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Fernsehen „Tatort“ – Sprechpuppen zur Spionage?
Nachrichten Medien Fernsehen „Tatort“ – Sprechpuppen zur Spionage?
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22:00 02.12.2018
Verboten: die Puppe "Cayla". Quelle: Wikimedia
München

Obwohl sie mit ihren kindlichen Besitzern sprechen kann, ist Senta aus dem Münchner „Tatort – Wir kriegen euch alle“ keine Mörderpuppe wie der gruselige Chucky aus der US- Horrorfilmserie. Ganz im Gegenteil: Sie rettet am Ende des am Sonntag, 2. Dezember um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlten Krimis sogar ein kleines Mädchen.

Mit dem Internet verbundene Puppen sind verboten

Dennoch sind Puppen wie diese Senta, die meist mittels Bluetooth mit dem Internet verbunden sind, in der Regel bei uns verboten. Vor allem aus Datenschutzgründen und um ihre kleinen Besitzer vor dem Ausspioniertwerden zu schützen.

Da diese internetfähigen Spielzeuge nämlich meist ein Mikrofon, oft sogar eine Kamera besitzen und selten gut vor Hackerangriffen geschützt sind, können Außenstehende die Gespräche der Kinder überwachen, mit ihnen sogar kommunizieren und wie im „Tatort“ Anweisungen geben. Was, wie der Sonntagskrimi auf durchaus realistische Weise gezeigt hat, böse Folgen haben kann.

„My Friend Cayla“ wusste „Millionen Dinge“

Dennoch kommen immer wieder solche internetfähigen Puppen oder Spielzeugroboter auf dem Markt. Vor gut einem Jahre erst „My Friend Cayla“, die angeblich „Millionen Dinge“ wusste. Und die daher die Fragen ihrer kleinen Besitzer altklug beantworten konnte.

Ihr Wissen bezog die Puppe dabei natürlich aus dem Internet, mit dem sie per Bluetooth und einem Smartphone verbunden war. Über Mikrofon und Lautsprecher kommunizierte sie mit den Kindern, beantwortete Fragen und führte Smalltalk.

Eltern wurden aufgerufen, die Puppe zu vernichten

Nach Meinung der Bundesnetzagentur erfüllte die Puppe dadurch die Kriterien eines verbotenen Spionagegeräts. Da sie zudem als „versteckte, sendefähige Anlage“ eingestuft wurde, die in Deutschland verboten sind, wurde Cayla schließlich vom Markt genommen. Und die Behörde rief Eltern sogar auf, die Puppe vorsichtshalber zu vernichten.

Was ihren kindlichen Besitzern bestimmt nicht gefallen hat.

Von Ernst Corinth / RND

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