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Fernsehen „RelaxoPet“ – voller Erfolg für Hundehypnose bei „Die Höhle der Löwen“
Nachrichten Medien Fernsehen „RelaxoPet“ – voller Erfolg für Hundehypnose bei „Die Höhle der Löwen“
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10:08 24.10.2018
Wie niedlich: Hund Barney unterstützt Frank Bendix aus Meschede bei seiner Präsentation. Quelle: Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel
Köln

Es ist der Abend der Technik-Gadgets bei der Höhle der Löwen: Sie sollen bei der Erziehung der Haustiere helfen, bei Babys für trockene Popos sorgen und ganz nebenher den Fußball revolutionieren. Ob die Geräte all das einlösen, was sie versprechen? Bei der Höhle der Löwen sind die Juroren eher skeptisch.

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Alarm für volle Windeln – Curaluna aus Frankfurt

Dr. Frank Steinmetz (53) und Christoph Hohl (46) stellen den „Löwen” ihren Windelsensor „Curaluna” vor. „Unsere Tochter Luna ist mit sechs Monaten in die Kinderklinik gekommen, weil sie eine Blasenentzündung hatte. Der Grund war, dass wir sie nicht schnell genug gewickelt haben. Das war die Geburtsstunde von ‚Curaluna’”, so Dr. Frank Steinmetz. Und Christoph Hohl erzählt: „Mein jüngerer Bruder und ich wurden von unserer lieben Oma großgezogen. Irgendwann war es leider soweit und sie war ein Pflegefall. In unserer Familie haben wir entschieden, die Pflege komplett zu übernehmen. Hätten wir damals den Windelsensor gehabt, wäre der Alltag viel einfacher gewesen. Jeder hätte zu jedem Zeitpunkt gewusst, ob wir unserer Oma helfen müssen.” Mit ihrer Erfindung möchten die Gründer von „Curaluna” die Pflege ein Stückchen menschlicher und würdiger machen. Kein Mensch soll auch nur eine Minute länger als unbedingt notwendig in seinen eigenen Ausscheidungen liegen. Der Sensor misst den Feuchtigkeitsgehalt und die Temperatur einer Windel und übermittelt die Informationen per Bluetooth an das Smartphone. Innerhalb der Software ist es möglich mehrere Profile anzulegen, so dass der Windel-Sensor auch für Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten in Frage kommt. Um den Windelsensor weiterzuentwickeln und serienreif zu machen, benötigen die Gründer 600.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Die Löwen sind aber nicht begeistert – die Gründer haben ihr Unternehmen zu hoch bewertet – keine Sympathiepunkte bei den Juroren. „Ich habe meine Mutter, die ich sehr geliebt habe, vor einigen Jahren verloren. Sie war am Schluss sehr bettlägerig“, sagt Maschmeyer und wendet den Sensor in der Hand hin und her. „Auch nur bei zehn Prozent Feuchtigkeit in der Windel hätte ich gewollt, dass die Pfleger oder ich davon wissen und sie so trocken gelegt hätten“, erzählt Maschmeyer emotional. „Deswegen mache ich etwas, obwohl ich sauer auf sie bin, wie Sie hier auftreten“, sagt er – und macht ein Angebot.

Carsten Maschmeyer bietet 600.000 für 25,1 Prozent an. Doch hat das ganze Ding einen Haken: Er gibt das Geld erst, wenn das Patent erteilt wird und der Windelalarm nachweislich funktioniert. Vorab würde er aber 50.000 Euro Entwicklungshilfe leisten. Nehmen die Gründer an? „Sie reichen uns die Hand, wir nehmen die Hand“, so die Gründer. Verhaltener Applaus und wohlwollendes Kopfnicken.

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Mit Klangwellen und Hypnose Tiere beruhigen – RelaxoPet aus Meschede

Frank Bendix (51), Hypnosetherapeut, möchte mit seiner Erfindung auch die Haustiere in Tiefenentspannung bringen. „RelaxoPet” hilft dem Tier, sich in allen stressigen Situationen schnell zu beruhigen: bei Feuerwerk, Gewitter, allein zu Hause oder auf Reisen. Der Schlüssel zur Entspannung ist bei allen Tierarten, wie auch beim Menschen, das Unterbewusstsein, das mit „RelaxoPet” durch speziell entwickelte hochfrequente Klangwellen stimuliert wird.

Er will die Gründer mit Barney, seinem Hund um den Finger wickeln. Der springt begeistert durch das Studio – aber bei Frank Thelen läuft das gründlich schief. Der hat Angst vor Hunden und zieht die Beine ein. Dagmar Wöhrl findet aber: „Der ist süß“ und meint den Hund. Also pfeift Bendix den Barney zurück und startet die Präsentation ganz nach Protokoll.

Das kleine, kompakte und kabellose Gerät arbeitet im Akkubetrieb und ist in vielfältigsten Stresssituationen überall einsetzbar. Optional lässt sich neben den fast unhörbaren Tonspuren zusätzlich komponierte Entspannungsmusik für Herrchen und Frauchen abspielen. „RelaxoPet” ist verfügbar in den Versionen für Hund und Katze, Vögel und Pferde. Das Produkt klingt wie eine Wunderwaffe: Es ist in Flugzeugen zugelassen und kann die Tiere sogar unten im Gepäckraum entspannen lassen– ohne Medikamente. Oder es kann Pferde dazu bringen, in die Hänger einzusteigen. Das begeistert Tierfreundin Wöhrl. „Eine gute Geschichte“, findet sie und macht gleich dem Gründer das Wunschangebot: zehn Prozent Firmenanteile für 100.000 Euro. Ralf Dümmel will aber auch mitmachen, schließlich hat Bendix als Einzelkämpfer schon 22.000 Stück verkauft und bewundert der Löwe. 150.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile lautet sein Angebot. Frank Bendix überlegt kurz und schlägt schließlich bei Dümmel zu.

Selbstoptimierung im Fußball – Tracktics aus Frankfurt/Zürich

Benjamin Bruder (33) und Patrick Haas (31) haben eine gemeinsame Vision: „Fußball, den populärsten Sport der Welt, durch Technologie auf das nächste Level zu heben.”

Schließlich würden überall im Alltag Daten erfasst werden – beim Joggen oder Fahrradfahren. Aber beim Fußball eben nicht. Deswegen haben sie ein Gerät erfasst, dass auch beim Training die Leistungsdaten der Spieler aufzeichnete. Über die „Tracktics-App“ werden die Daten ausgewertet.

Gegen Datenaufzeichnung hat Maschmeyer nichts, aber er versteht noch nicht: Wodurch wird der Spieler besser, wenn nur die gelaufenen Kilometer auf dem Feld gemessen werden? Die Gründer kommen ins Rudern: Auch als Kicker wäre es wichtig, dass die Fußballer die Distanz laufen können. Doch Maschmeyer ist nicht überzeugt. „Die athletische Leistung auf dem Feld ist kein Garant“, lenken die Gründer ein.

Bei Fußball kommt für Dagmar Wöhrl einfach keine Freude auf. Maschmeyer will auch gewonnene und verlorene Zweikämpfe im Gadget – aber das gibt es nicht – deswegen zieht er sich raus. Frank Thelen interessiert sich nicht für Fußball – und die Technik überzeugt nicht. Für Maschmeyer ist die Firmenbewertung zu hoch. Das findet Georg Kofler auch. Plötzlich geht es ganz schnell – eine Million für 35 Prozent der Firmenanteile. Die Gründer wollten für das Geld nur acht Prozent an einen Investor geben – deswegen machen sie, ohne sich groß zu beraten, da nicht mit und steigen aus. Kein Deal.

Birkensaft aus Estland – ÖselBirch aus Köln

Die Estländerin Anne-Liis Theisen (27) stellt ihr Start-up „ÖselBirch“ vor. Das mit ihren Geschwistern in Estland gegründete Unternehmen verkauft das einzigartige Getränk aus Birkensaft. Schon Anne-Liis‘ Großmutter wusste, wie man Birkenbäume anzapft und wie man durch das Fermentieren den Saft haltbar macht. Ihr Wissen gab sie an ihre Enkel weiter und nun führen die Geschwister diese Tradition fort.

Neben dem traditionellen, fermentierten Birkensaft von Oma, gibt es „ÖselBirch” in den Geschmacksrichtungen Rhabarber, Mojito, Aronia-Beere, Sanddorn und Minze. Der aus der Natur gewonnene Saft enthält ähnlich wie Kokosnusswasser wertvolle Elektrolyte und Spurenelemente, zudem sind alle Getränke zuckerarm, enthalten nur natürliche Inhaltsstoffe und keine Konservierungsstoffe. Mit 60.000 Euro und der Expertise der „Löwen” erhofft sich Anne-Liis den großen Durchbruch für ihren neuen alten Food-Trend. Werden die „Löwen” sie unterstützen?

Maschmeyer betitelt sich als inkompatibler Birkenmensch und ist raus. Anne-Liis Theisen hat Thelens Herz erobert – aber das Produkt passt nicht zum Investor. Auch er ist weg. Auch Dümmel ist hin und weg von der Estländerin – denn sie lässt die Gründer nicht so leicht vom Haken und stellt Nachfragen. Auch die Löwinnen gehen nicht mit – doch Anne-Liis Theisen geht mit erhobenem Kopf und einem Lächeln aus der Show.

Weg mit dem Kaninchendreck – Sanilu Clean aus Pohlern (Schweiz)

Oh wie süß! Kaninchen! Aber ekelig, was da herauskommt. „Wir sind leidenschaftliche Kaninchen-Züchter und haben uns vor sechs Jahren neue Ställe gekauft. Nach einem halben Jahr haben wir uns so geärgert, dass die Boxen so verschmutzt sind”, berichtet Sven Arnold (34). „Am Boden der Boxen gibt es immer Urin- und Kalksteinablagerungen, die Nester für Keime und Bakterien bilden. Mit der Zeit fressen sich diese Ablagerungen durch die Box und sie geht so kaputt”, erklärt Sandra Arnold (27) die Problematik. Klares Wasser reicht nicht, die Gerüche der aggressiven Reinigungsmittel mögen die Tiere gar nicht. Somit haben die Züchter begonnen, selbst eine Lösung zu entwickeln.

Die Gründer testen das Produkt und vergleichen es mit den herkömmlichen Reinigungsprodukten. Bei Sanilu gehen alle Ablagerungen schnell weg. Die beiden Gründer haben privates Geld, sehr viel Zeit und noch mehr Herzblut hat das Schweizer Ehepaar in die Produktentwicklung „Sanilu Clean” gesteckt. Herausgekommen ist ein Reinigungsmittel gegen Urin- und Kalksteinablagerungen, das speziell für die Kleintierbehausungen gedacht ist – „Sanilu Clean” kommt ohne Duftstoffe aus, ist in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar und zeitsparend. Bisher betreiben sie „Sanilu Clean” noch im Nebenerwerb und der Vertrieb läuft nur über ihren Onlineshop. Ihr Ziel: „Sanilu Clean” auch im Einzelhandel verkaufen. Um diesen Weg zu gehen, benötigen die Schweizer 60.000 Euro und bieten zehn Prozent an der neu zu gründenden Firma.

Doch einer nach dem anderen steigt aus: Frank Thelen will nicht, der ist nicht überzeugt. Ralf Dümmel findet die beiden ganz lieb, aber: „Mitleid ist keine Basis für ein Venture Capitalist.“ Auch Dagmar Wöhrl möchte nicht bei der Expansion helfen, obwohl sie selbst leidenschaftliche Tierschützerin ist. Judith Williams ist sich hundertprozentig sicher, dass die beiden bei „Die Höhle der Löwen“ ein Investment kriegen – als vorletzte der Jury und schiebt Carsten Maschmeyer den Schwarzen Peter zu. Carsten Maschmeyer guckt erschrocken – doch auch diese Zwangslage bringt ihn nicht dazu mit einzusteigen. War es das für den Kaninchenstall-Reiniger? Nein: Die Löwinnen zeigen für die beiden Gründer doch noch ein Herz: 60.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile. Eigentlich wollten die Arnolds nicht weiter als 15 Prozent gehen, doch sie schlagen zu. Lieber ein Deal als kein Deal.

Von RND

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