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Fernsehen „Tatort“ aus Österreich – Das Gestern stirbt nie
Nachrichten Medien Fernsehen „Tatort“ aus Österreich – Das Gestern stirbt nie
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13:43 13.01.2019
Ein Auto im Wasser bedeutet nichts Gutes: Der Mord an einer Journalistin bringt die beiden Wiener Sonderermittler Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) an ihre Grenzen. Quelle: Foto: Petro Domenigg/ARD
Wien

Wie die Zeit vergeht: Moritz Eisner, am 17. Januar 1999 als Chefinspektor gestartet, ist nun auch schon seit zwanzig Jahren österreichischer „Tatort“-Ermittler. Anfangs wirkten Beiträge des ORF provinziell, aber seit geraumer Zeit gehören sie nicht zuletzt dank ihrer vorzüglichen handwerklichen Qualität zu den besten Sonntagskrimis im „Ersten“.

Auf die komische Ebene der „Ehegefechte“ wird diesmal verzichtet

Das hat vor allem zwei Gründe, und es ist schwer zu sagen, welcher der wichtigere ist: Seit 2011 wird Eisner, mittlerweile Oberstleutnant, von der Kollegin Bibi Fellner unterstützt, die früher bei der „Sitte“ war und noch heute unter ihren damaligen Erlebnissen leidet. Längst verkörpern Harald Krassnitzer und Adele Neuhaus dieses Duo, das sich erst mal zusammenraufen musste, wie ein altes Ehepaar, das sich zwar gelegentlich ein bisschen fetzt, den anderen aber auch nicht missen möchte.

Die entsprechenden Auseinandersetzungen bilden meist die komische Ebene der Filme, auf die Thomas Roth (Buch und Regie) im Jubiläumsfilm jedoch weitgehend verzichtet. Dass die Majorin ein latentes Alkoholproblem hat, macht die Beziehung nicht leichter, gibt dem vorgesetzten Kollegen jedoch immer wieder die Chance, sich als Freund zu erweisen.

Der zweite Grund hat zumindest hinsichtlich der Geschichten die größere Bedeutung: Eisner und Fellner sehen sich immer wieder mit übermächtigen Gegnern konfrontiert, die Beziehungen in die höchsten Kreise haben.

Lebensgefährlich: Eine junge Frau ermittelt auf eigene Faust

Das gilt auch für „Wahre Lügen“. Die beiden sind diesmal hinter einem Geschäftsmann her, der Waffen in Krisengebiete verkauft, und wie so oft im „Tatort“, wenn es um die ganz großen Themen geht, pfuscht ihnen der Staatsschutz in die Arbeit: Das Duo soll bloß noch pro forma ermitteln und die Akte dann ergebnislos schließen. Die Handlung erinnert an „Deckname Kidon“ (2014, ebenfalls von Roth inszeniert), auch wenn die Geschichte internationaler angelegt war, weil auch der israelische Geheimdienst mitmischte.

Diesmal bleiben die Österreicher unter sich, aber der Fall wird dadurch keineswegs überschaubarer, denn die Suche nach dem Mörder einer investigativen Journalistin führt vierzig Jahre zurück in die Vergangenheit. Damals musste ein Verteidigungsminister zurücktreten, weil er angeblich in illegale Waffengeschäfte verwickelt war. Wenige Jahre später wurde seine Leiche gefunden.

Ob er sich wirklich das Leben genommen hatte, wie der Anschein erweckte, konnte nie herausgefunden werden. Ein pensionierter Polizist (Peter Matic) ist überzeugt, dass der heutige und der damalige Todesfall miteinander zu tun haben. Das glaubt auch die Freundin der Toten: Sybille (Emily Cox) will den Mörder auf eigene Faust suchen und lässt sich auf ein lebensgefährliches Spiel ein.

Politthriller: Der Staatsschutz schützt einen Waffenhändler

Waffenhändler Weimann (Robert Hunger-Bühler) verbirgt seine schmutzigen Geschäfte hinter der Fassade eines untadeligen Geschäftsmanns alter Schule. Dass er seinem Treiben völlig ungestört nachgehen kann, verdankt er einflussreichen Freunden: Weil der Staatsschutz seine schützende Hand über ihn hält, führen die Ermittlungen ins Leere. Umso näher rückt Sibylle dem Mann auf die Pelle, und das sogar buchstäblich.

Die entsprechenden Szenen sorgen zwar für ein bisschen Nervenkitzel, aber ansonsten ist „Wahre Lügen“ vor allem ein Krimi für den Kopf. Während sich TV-Kommissare ihre Informationen normalerweise durch Befragungen besorgen, müssen Eisner und Fellner diesmal in den Keller des Staatsarchivs, um dort „alten modrigen Staub“ aufzuwirbeln, wie die Repräsentantin (Franziska Hackl) der Inneren Sicherheit kritisch anmerkt.

Je teflonartiger die Dame alle Unterstellungen an sich abprallen lässt, umso mehr wächst in Eisner die Überzeugung, dass er und Fellner nur einen Stein ins Rollen bringen müssen, damit am Ende auch Köpfe rollen.

Schon der Auftakt mit dem versunkenen Auto ist faszinierend

Schon der Auftakt mit dem Auto, das mit leuchtenden Scheinwerfern tief im Wolfgangsee darauf wartet, entdeckt zu werden, ist faszinierend. Kameramann Arthur Ahrweiler hat zudem dafür gesorgt, dass viele Bilder regelrecht gesättigt aussehen. Das entsprechende Licht verleiht dem Film eine besondere Atmosphäre, die auch zur ernüchternden Erkenntnis der Geschichte passt: Es gibt Berge, die sich nicht versetzen lassen.

Von Tilmann P. Gangloff/RND

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