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Fernsehen ESC: Publikumsinteresse lässt stark nach
Nachrichten Medien Fernsehen ESC: Publikumsinteresse lässt stark nach
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11:14 14.05.2017
Nach Doppelpleite: Deutlich weniger TV-Zuschauer, als noch in den vergangenen Jahren, wollten den Auftritt der deutschen ESC-Hoffnung Levina sehen – am Ende reichte es wieder nur für einen vorletzten Platz. Quelle: dpa
Berlin

Nach den beiden letzten Plätzen für Deutschland in den Vorjahren hat das Publikumsinteresse am Eurovision Song Contest (ESC) einen Dämpfer bekommen. 7,76 Millionen Zuschauer verfolgten am Samstag ab 21 Uhr bis weit nach Mitternacht, wie der Portugiese Salvador Sobral (27) den Wettbewerb für sich entschied und wie die deutsche Sängerin Levina (26) Vorletzte wurde. Der Marktanteil betrug 31,5 Prozent.

Im Vorjahr hatten noch rund 9,3 Millionen Menschen bei Jamie-Lees letztem Platz vor den Fernsehern gesessen, bei Lenas Sieg 2010 etwa 13,9 Millionen, bei ihrem Wiederauftritt ein Jahr später sogar 14,7 Millionen. Nur 2009 waren es mit rund 7,3 Millionen weniger Zuschauer als in diesem Jahr. Den Countdown auf dem Hamburger Spielbudenplatz mit Barbara Schöneberger sahen am Samstag ab 20.15 3,94 Millionen Menschen (14,5 Prozent).

ESC-Doku mit noch bescheideneren Quoten

Die TV-Konkurrenz hatte dennoch keine Chance gegen den ESC. Bis auf eine Ausnahme: ZDF-Kommissar „Wilsberg“ mit seinem Krimi „Russisches Roulette“, eine Wiederholung aus dem Jahr 2015, kam auf beachtliche 4,83 Millionen Zuschauer (16,8 Prozent). Sat.1 brachte es mit seinem Gruseltrickfilm „Hotel Transsilvanien“ auf 1,43 Millionen Zuschauer (5,0 Prozent).

Kein glückliches Händchen hatte RTL im ESC-Vorfeld um 20.15 Uhr mit seiner Musikdoku „Song Contest - Das Phänomen“, die lediglich 1,33 Millionen Zuschauer (4,9 Prozent) einschalteten. Auf das Vox-Drama „Deep Impact“ mit Morgan Freeman entfielen 1,30 Millionen Zuschauer (4,5 Prozent), auf den ZDFneo-Krimi „Lewis: Offene Wunden“ 0,92 Millionen (3,3 Prozent), auf die ProSieben-Komödie „Zu scharf, um wahr zu sein“ 0,83 Millionen (2,9 Prozent) und auf die RTL-II-Serie „Prison Break“ 0,55 Millionen (2,0 Prozent).

Quote 2017: ZDF auf dem ersten Platz

Im Durchschnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen TV-Sendern mit einem Marktanteil von 13,2 Prozent auf dem ersten Platz. Es folgt das Erste mit 11,5 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,6 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (6,9 Prozent), Vox (5,2 Prozent), ProSieben (4,7 Prozent), Kabel eins (3,4 Prozent), RTL II (3,2 Prozent), ZDFneo (2,6 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).

Von RND/dpa