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13:16 20.08.2018
Hauptkommissar Matthias Brandt (Hanns von Meuffels, rechts) geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Ist Markus Söder dann noch im Amt? Quelle: dpa
Berlin.

Es ist kein Zufall, dass sich der Münchner „Polizeiruf 110“ am Sonntag mit dem Mord an einem syrischen Flüchtling beschäftigt hat. Für Zufälle ist die Folge „Das Gespenst der Freiheit“ mit Matthias Brandt zu gut gebaut und zu handfest erzählt.

Am 14. Oktober sind Wahlen in Bayern. Bayern war mal das Land der „Willkommenskultur“. CSU-Ministerpräsident Söder möchte die Grenze für viele Flüchtlinge schließen, er verschärft den Ton der Debatte. Mit dieser Haltung rutschte seine Partei nach letzten Umfragen unter 40 Prozent. Ein Desaster für die alte Strauß-Partei. Großen Einfluss auf den Absturz hat das Thema Flüchtlinge, denn ein anderes hat die CSU in letzter Zeit nicht angeboten. Darauf hat der aktuelle „Polizeiruf“ geantwortet, obwohl er schon im Frühling 2017 gedreht wurde.

Matthias Brandt (pikanterweise Sohn des alten SPD-Kanzlers Willy Brandt) spielte den Kommissar so grimmig, als lege er sich persönlich mit Söder und Seehofer an. Der „Polizeiruf“ führte am Sonntagabend die Quoten an – sinken parallel dazu die Prozente für die CSU noch tiefer? Die CSU und dieser „Polizeiruf“ sind Gegenspieler, so viel ist sicher.

Wenn Matthias Brandt am Ende des Jahres nach seinem letzten Einsatz den Dienst quittiert (ihm folgt Verena Altenberger, nicht die von vielen erhoffte Sophie Rois), könnte es sein, dass auch Markus Söder nicht mehr im Amt ist. Wegen einer verlorenen Wahl. Der Unterschied wäre ein feiner: Matthias Brandt tritt freiwillig zurück. Söders Rücktritt wäre erzwungen. Das aber ist Zukunftsmusik. Warten wir ab, was nervenaufreibender wird: Die Bayern-Wahl oder der letzte Bayern-„Polizeiruf“.

Von Lars Grote

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