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Fernsehen Christopher Clark präsentiert „Europa-Saga“
Nachrichten Medien Fernsehen Christopher Clark präsentiert „Europa-Saga“
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08:00 20.10.2017
Prächtige Malereien aus der Steinzeit: Christopher Clark im Tal von Ardèche. Die Bilder der Urmenschen faszinieren bis heute. Quelle: dpa
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Mainz

Ein prominenter Guide geht von Sonntag (22. Oktober) an mit den Fernsehzuschauern auf eine große Zeitreise. Der Historiker Christopher Clark führt durch die neue sechsteilige ZDF-Dokumentation „Die Europa-Saga“. Der Australier, der an der Universität Cambridge lehrt, will dem TV-Publikum die Geschichte der sogenannten Alten Welt von der ersten europäischen Hochkultur auf Kreta in der Bronzezeit bis zum Brexit unserer Tage nahebringen. „Die große Saga dieses Kontinents will ich Ihnen erzählen und ihn auch für mich noch einmal entdecken“, so kündigt er sein Vorhaben in der ersten Folge mit dem Titel „Woher wir kommen – wer wir sind“ an, die an diesem Sonntag (19.30 Uhr) in der ZDF-Reihe „Terra X“ zu sehen ist.

Von den Anfängen bis zu aktueller Brisanz

Zum Auftakt trifft man Clark in Chauvet im Tal der Ardèche, wo Steinzeitmenschen Höhlenwände mit immer noch faszinierender Präzision bemalt haben. Er macht einen Abstecher nach Athen, wo die antiken Griechen die Demokratie erfanden und er reist nach Rom, jahrhundertelang die größte und wichtigste Stadt des Kontinents. In den weiteren fünf Folgen geht es dann auch um ganz aktuelle Themen wie „Was uns eint - was uns teilt“ oder „Wo wir stehen - was uns bleibt“.

Clark ist Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharine’s College in Cambridge mit den Forschungsschwerpunkten Preußische Geschichte und Erster Weltkrieg. Aufsehen erregte 2013 sein Buch „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“. Darin bezweifelte Clark die bislang in der Forschung vorherrschende These von einer Kriegsschuld des Deutschen Kaiserreichs. Der Krieg sei keineswegs unausweichlich gewesen, so legte Clark es dar, die Risiken der jeweiligen Strategien sei in den an der Eskalation beteiligten Ländern aber nicht richtig erkannt worden.

Clark ist ein erfahrener „TerraX“-Moderator

Schon zweimal hat Clark zuvor Moderationen bei „Terra X“ übernommen – 2014 war es die „Deutschland-Saga“, 2016 die „Australien-Saga“. Alle sechs Doku-Folgen der neuen „Europa-Saga“ sollen langfristig in der Mediathek verfügbar sein, Folge 1 und 2 jeweils schon eine Woche vor der TV-Ausstrahlung, die übrigen dann jeweils 24 Stunden vorher.

Von dpa/rnd

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