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Fernsehen Carsten Spengemann als NFL-Experte: Vom Trash zum Touchdown
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18:03 28.01.2019
Carsten Spengemann arbeitet seit 2017 bei „ran NFL“ als American-Football-Kommentator, hat selber lange gespielt. Quelle: Foto: Oliver Reetz
Hamburg

Wer in den vergangenen Jahren Trash-TV gesehen hat, der kam an einem Namen nicht vorbei: Carsten Spengemann. „Dschungelcamp“, „Die Alm“, „Pool Champions“, „Tattoo Attack – Deutsche Promis stechen zu“ und noch mal das „Sommer-Dschungelcamp“ – der 46-Jährige Hamburger hat an TV-Fettnäpfchen nicht viel ausgelassen. Die meisten Zuschauer hätten ihm deshalb wohl kein Comeback auf die seriöse Fernsehbühne zugetraut. Und doch ist Spengemann genau das gelungen. Zwar etwas abseits der Primetime, aber dennoch beachtlich. Bereits zum zweiten Mal ist er im Wechsel mit Patrick Esume und Roman Motzkus American-Football-Kommentator für die gesamte Saison bei „ran NFL“ auf Pro7 Maxx.

Nun mag man sich fragen: Wie wird man als ehemaliger „Deutschland sucht den Superstar“-Moderator und jahrelanger Schauspieler in der ARD-Erfolgsserie „Verbotene Liebe“ plötzlich zum Experten im Sport? Ganz einfach: Spengemann ist vom Fach. Der Hamburger hat in seiner Jugend selbst auf dem Platz gestanden. Mit 18 trat er den Stormarn Vikings bei, begann dort in der Verteidigung. „Je größer und kräftiger ich wurde, desto weiter habe ich mich nach vorne gearbeitet“, erzählt Spengemann. Rippenbrüche und Kapselrisse gehörten damals zu seinem Alltag. Wie es die Profis machten, guckte sich Spengemann in den USA ab. „Damals gab es ja noch keine TV-Übertragung der NFL, also habe ich bei einem Videokassettendienst in Frankfurt immer die Spiele bestellt. Die kamen natürlich zeitlich versetzt und viel zu spät. Ich habe sie trotzdem alle geguckt.“

Carsten Spengemann war sogar Football-Trainer

Während der letzten 20 Jahre hat die Liebe zu der Sportart nie aufgehört, doch aktiv stieg Spengemann erst vor drei Jahren wieder ein. Zwei Spielzeiten trainierte er die Hamburg Ravens. Im vergangenen Jahr engagierten ihn die Lübeck Cougars als Stadionsprecher, und bis zum Saisonende im Herbst coachte Spengemann als Co-Trainer die Verteidigung der Norderstedt Mustangs. Doch im Gegensatz zum TV-Job ist das für ihn nur Hobby: „Mit Football kannst du in Deutschland kaum Geld verdienen, das ist hier leider nur eine Leidenschaft“, sagt Spengemann.

Deutschland wird einfach immer das Land des Fußballs bleiben. Aber wir sind mit dem Football auf einem guten Weg.“ Überhaupt ist mit dem Job für den Moderator ein Traum in Erfüllung gegangen: „Es ist toll, den Menschen den Sport nahezubringen, den ich seit Jahrzehnten liebe. Das ist ein echter Glücksgriff.“ Auch freut ihn, dass ihn die Leute auf der Straße auf seine Tätigkeit ansprechen. „Manche sagen dann so etwas wie: ‚Ich kenne Sie noch aus Verbotene Liebe und hätte nie gedacht, dass Sie von so etwas Ahnung haben.‘ Ich sage denen dann immer: Mich hat einfach nur nie jemand gefragt, ob ich mich mit American Football auskenne.“

Spengemann ist nicht zum Super Bowl in Amerika – aber trotzdem dabei

Am Sonntag findet nun das Highlight der Footballsaison statt: der Super Bowl in Atlanta. Ein Team von „ran“ fliegt hin – allerdings ohne Spengemann. Warum? „Ich mache zeitgleich die Countdown-Show aus Deutschland“, sagt der Moderator. „Aber keine Frage: Für jeden Footballexperten ist es ein großer Traum, mal beim Super Bowl vor Ort zu arbeiten. Aber ich bin eben noch das Küken im Team und hoffe auf eine Chance im nächsten Jahr.“

Ist denn für Spengemann eine Rückkehr zum Trash-TV ausgeschlossen? „Trash-TV klingt so negativ, war es für mich aber nie. Ich habe all die Sendungen gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat. Ich wurde da nicht unter Androhung von Waffengewalt reingezwungen. Ohne die Erfahrungen wäre ich nicht der, der ich heute bin.“

Von Lena Obschinsky/RND

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