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Fernsehen „Babylon Berlin“ statt Tatort am Sonntagabend: So reagiert das Netz
Nachrichten Medien Fernsehen „Babylon Berlin“ statt Tatort am Sonntagabend: So reagiert das Netz
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14:01 01.10.2018
Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter und Volker Bruch als Gereon Rath in einer Szene von Babylon Berlin. Quelle: ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky
Berlin

Der Sonntagabend ist vielen deutschen Fernsehzuschauern heilig: Der Platz auf der Couch oder in der Bar der Wahl ist fest eingeplant beim Fernsehpublikum, denn um 20.15 Uhr klingelt nach der Tagesschau im Ersten das Tatort-Intro. Selten wird dieser Sendeplatz geräumt – zum Beispiel bei Bundestagswahlen. Am 24. September 2017 setzte sich die „Berliner Runde“ nach der Wahl auf den Sendeplatz um 20.15 Uhr. Bei Landtagswahlen hingegen bleibt der Tatort auf seinem Sendeplatz, wie beispielsweise am 15. Oktober 2017, als die Niedersachsen ihren Landtag wählten. Nach dem Tatort laufen in solch einem Fall erst die Analysen in den Tagesthemen Extra.

Doch für ein anderes Serien-TV-Produkt wurde am vergangenen Sonntag der angestammte Sendeplatz vom Tatort geräumt: für „Babylon Berlin“, den Zwanziger-Jahre-Serien-Epos von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries. Der Auftakt der Produktion, für die sich die ARD und Sky zusammengetan haben, verdrängte den Tatort. Dies kam in der Geschichte der ARD so gut wie nie vor.

Und wie reagierte das Netz?

Manche sind noch etwas verwirrt, weil der Sonntagabend-Fernseh-Tatort-Einschalt-Automatismus nicht mehr funktioniert.

Andere finden die Alternative „Babylon Berlin“ schlecht.

Einigen dauert es schlicht zu lang – drei Folgen von „Babylon Berlin“ laufen am Sonntagabend hintereinander weg.

Und dann fällt auch wieder auf: Da gibt es Parallelen. „Babylon Berlin“ ist ein Krimi, die Ermittler unterdrücken ihre Krankheiten und die Serie dient auch noch als Sittengemälde für die deutsche Gesellschaft.

Doch finden sich auch einige Fans unter den Fernsehzuschauern.

Ob die ARD das Experiment wiederholt? Derzeit ist dies nicht angekündigt. Allerdings will die ARD auch in Zukunft mit anderen Medienanbietern zusammenarbeiten, gab die ARD erst vor einigen Wochen bekannt. Für den Moment ist erst einmal Ruhe: Mit Folge 4 geht es am kommenden Donnerstag, dem 4. Oktober, weiter und Tatort und Polizei dürfen an ihren angestammten Platz zurückkehren.

Von Geraldine Oetken / RND

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