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Medien Deutschlandradio nicht mehr über Kabelnetz von Unitiymedia zu empfangen
Nachrichten Medien Deutschlandradio nicht mehr über Kabelnetz von Unitiymedia zu empfangen
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11:18 22.01.2019
Deutschlandradio-Programme fliegen aus dem Kabelnetz von Unitiymedia. Quelle: Stephanie Pilick/dpa
Berlin

Die Deutschlandradio-Programme sind von Dienstag an nicht mehr über das Kabelnetz von Unitymedia zu empfangen. Betroffen davon sind Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen – die drei Bundesländer, in denen Unitymedia aktiv ist. „Es gibt eine rechtliche Auseinandersetzung mit Unitymedia“, sagte am Montag ein Deutschlandradio-Sprecher in Köln. Zum Deutschlandradio gehören der Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova. Zuvor hatte der Branchendienst „Meedia“ darüber berichtet.

Sparsamkeit habe für den öffentlich-rechtlichen Sender eine hohe Priorität, teilte der Sender mit. „Wir schließen deshalb keine Verträge mit Unternehmen, deren Bedingungen nach unserer Auffassung vor dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit keinen Bestand haben.“

Digital ist das Deutschlandradio weiter zu empfangen

Die „einseitige Ankündigung“ von Unitymedia, die Programme zum 22. Januar aus seinem Kabelnetz zu entfernen, nehme man zur Kenntnis und prüfe das weitere Vorgehen. Digital seien die drei Deutschlandradio-Programme weiterhin verfügbar, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur darüber hinaus in vielen Regionen auch über UKW.

Unitymedia teilte mit, Deutschlandradio habe von sich aus im vergangenen Sommer den Verbreitungsvertrag für seine drei Programme zum Ende des Jahres 2018 gekündigt und explizit erklärt, „dass sie keine Ausstrahlung ihrer Programme mehr nachfragen“.

„Auf unser ausdrückliches Angebot, über eine Fortsetzung der Verbreitung zu verhandeln, wurde in keiner Weise eingegangen“, sagte ein Unitymedia-Sprecher in Köln. Insofern setze das Unternehmen jetzt mit der Beendigung der Verbreitung nur den ausdrückliche Wunsch des Senders um. „Wir sind aber auch für die Zukunft unverändert gesprächsbereit.“

Von dpa/RND

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