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Kultur Der Verlag mit dem Paperback
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12:19 19.04.2018
Katharina Dornhöfer, Programmleitung Belletristik Polaris. Quelle: Rowohlt
Hamburg

Es gibt Verlage, die definieren sich über ihre Historie oder über spezifische Stoffe. Die spielen bei Polaris zwar auch eine Rolle, doch im Zentrum des Rowohlt-Imprints steht ein Format: das Paperback. Das ist jenes Zwischenformat zwischen Hardcover und Taschenbuch, das immer beliebter wird. „Das Paperback ist unsere Klammer“, sagt Katharina Dornhöfer, die für die Belletristik (rund 16 Titel im Jahr) verantwortlich ist, neben dem Sachbuch (acht Titel im Jahr) einer der Programmbereiche von Polaris. „Ich glaube, dass es eine spezifische Leserschaft von Paperbacks gibt“, sagt die 36-Jährige, die den Programmbereich seit eineinhalb Jahren leitet und davor acht Jahre Lektorin bei Rowohlt war. „Es sind Vielleser. Das sieht man auch daran, dass auf der Bestsellerliste viele Reihen vertreten sind, von denen schon mal vier Bücher im Jahr erscheinen.“ Bei der Polaris-Zielgruppe spiele also Lesen eine wichtige Rolle im Leben. „Die greifen nicht nur einmal im Jahr zum Buch. Deshalb gibt es bei ihnen auch eine gewisse Preissensibilität.“ Das Paperback sei zudem ein gutes Format für Debüts, um neue Autoren auf dem Markt zu etablieren.

Polaris ist eins der jüngsten Mitglieder aus dem Hause Rowohlt. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der „Commercial Fiction“. Dornhöfer sagt dazu: „Wir bieten Unterhaltungsstoffe mit etwas Besonderem, also einer tollen Atmosphäre oder einer besonderen Emotion.“ Eins der beiden häufigsten Genres ist die Spannungsliteratur, mit einem gewissen Schwerpunkt auf Skandinavien. So war der erste Polaris-Bestseller ein Roman des schwedischen Autorenduos Hans Rosenfeldt und Michael Hjorth. Die beiden haben eine ganze Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman geschaffen. Aus Skandinavien kommt auch Joakim Zander, der den klassischen Schwedenkrimi mit Politik und temporeicher Erzählung verbindet. Aber auch der Hamburg-Krimi von Till Raether ist im Programm.

Das zweite Standbein ist die Frauenliteratur, bei der Polaris der ganz große Durchbruch mit der britischen Journalistin Jojo Moyes gelang. „Seitdem steht Polaris für kluge Frauenunterhaltung“, sagt Dornhöfer. In diese Kategorie passt auch Katharina Herzog, die in „Immer wieder im Sommer“ auf Amrum einer Jugendliebe nachspürt.

Ihr neuer Roman „Zwischen dir und mir das Meer“, der am 24. April erscheint, spielt ebenfalls auf der Insel. Auch andere Genres werden gestreift, die Fantasy etwa mit Stephan Rothers Königschroniken-Saga im Stil von „Game of Thrones“. Im Herbstprogramm ist auch eine chinesische Sci-Fi-Autorin vertreten. In Vorbereitung ist außerdem eine Reihe, die Dornhöfer mit den Worten beschreibt: „Es geht um sehr attraktive Tierärzte.“ Damit widme sich der Verlag dem Bereich Romance, der nicht mit Frauenunterhaltung zu verwechseln sei, obwohl es da natürlich Überschneidungen gebe. Ein wichtiges Kriterium: „Bei der Romance muss es immer ein Happy End geben.“

Von Nina May/RND

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