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Der Norden Schulvorstand und Schulelternrat treten geschlossen zurück
Nachrichten Der Norden Schulvorstand und Schulelternrat treten geschlossen zurück
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00:31 18.06.2018
Stühle hoch: Schulvorstand und Schulelternrat am Gymnasium Bremervörde wollen nicht mehr mit dem Schulleiter zusammenarbeiten. Quelle: dpa
Hannover

Am Gymnasium Bremervörde sind der Schulelternrat sowie der Schulvorstand aus Ärger über den Schulleiter geschlossen zurückgetreten. Für eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Direktor Tammo L. sehen die Lehrer, Eltern und Schüler im Schulvorstand keine Grundlage mehr. „Wir können im Interesse unserer Kinder und der Zukunft unserer Schule die Ignoranz der Schulaufsichtsbehörden nicht länger hinnehmen“, sagt Elternvertreterin Claudia Itzen. „Das Recht auf Bildung und unbeschwerte Lern- und Arbeitsatmosphäre wird zurzeit am Gymnasium Bremervörde mit Füßen getreten.“

Schüler und Lehrer wandern ab

Die Entscheidung zum Rücktritt hätten sich die mehr als 40 Personen nicht leicht gemacht, sagt Elternvertreterin Claudia Itzen, es habe mehrere Sondersitzungen der Gremien gegeben. Dem Schulleiter werden nicht nur fachliche Fehler, sondern auch schlechtes Verhalten und selbstherrlicher Führungsstil vorgeworfen. Lehrer würden bei Entscheidungen nicht beteiligt, sondern wie Schachfiguren hin- und hergeschoben. Viele Pädagogen hätten sich schon versetzen lassen. Auch viele Schüler würden nach der 10. Klasse die Schule verlassen und lieber eine 20 bis 25 Kilometer entfernte Oberstufe anderswo besuchen. Eltern von angehenden Fünftklässlern würden ihre Kinder lieber doch nicht am Gymnasium anmelden. Statt vier Klassen pro Jahrgang habe die Schule nur noch drei, und das liege nicht nur am demografischen Wandel, sondern auch am Schulleiter. Die Abiturienten lehnten es ab, ihr Abschlusszeugnis aus den Händen von L. zu erhalten.

Zwei neue Fächer, nämlich Darstellendes Spiel und Spanisch, habe der Schulleiter nicht rechtzeitig beantragt. Dass diese jetzt doch unterrichtet werden können, liege daran, dass die Landesschulbehörde schnell Sondergenehmigungen erteilt habe. Ein halbes Jahr vor den Abiturprüfungen war den Zwölftklässlern mitgeteilt worden, dass Leistungskurse zusammengelegt werden müssten. Erst als Elten bei der Landesschulbehörde intervenierten, wurde das noch verhindert.

Neue Fächer nicht beantragt

„Unser Gymnasium wird nur ohne Herrn L. eine Überlebenschance haben“, haben die Elternvertreter an Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) geschrieben. Sie fordern, den Direktor umgehend abzuberufen. Ursprünglich hatten die Eltern gehofft, dass L. von selbst seinen Hut nehmen werde. Als er jedoch neulich gesagt habe, dass er daran nicht denke und noch 18 Jahre bleiben wolle, hätten sich die Gremien zum Rücktritt als entschlossen.

Ein Sprecher des Kultusministeriums sagt :„Diese Entwicklung nehmen wir besorgt zur Kenntnis und bedauern die belastende Situation für alle Beteiligten. Das Kultusministerium sowie die Landesschulbehörde arbeiten daran, schnell zu einer Lösung im Sinne der Schule zu kommen.“ Das fordert auch der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann: „Nach den monatelangen Verwerfungen am Bremervörder Gymnasium hat sich nun eine existenzgefährdende Situation eingestellt, da die Schülerzahlen zu erodieren drohen.“

Land verspricht schnelle Lösung im Sinne der Schüler

Bianca Schöneich von der Landesschulbehörde sagt, man habe das Gymnasium seit Monaten sehr eng begleitet. Der zuständige Dezernent habe mehrere persönliche Gespräche mit dem Schulleiter, den Mitgliedern der Schulleitung, dem Personalrat, Elternvertretern und auch Schülern geführt. Ziel sei es, die Situation vor Ort nachhaltig zu verbessern. Von einer Handlungsunfähigkeit der Schule könne aber nach Rücktritt des gesamten Schulvorstands nicht die Rede sein.

Von Saskia Döhner

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