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Der Norden Wie schnell steigt der Meeresspiegel?
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22:00 11.05.2017
Von Michael B. Berger
„Klimaschutz und Küstenschutz sind zwei Seiten einer Medaille“: Wie bedrohlich das Meer werden kann, kann man regelmäßig in Cuxhaven erleben. Quelle: Ingo Wagner
Hannover

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel fordert von der Bundesregierung mehr Anstrengungen zum Schutz der Küsten. „Wir brauchen ein Klimaschutzgesetz, denn Klimaschutz und Küstenschutz sind zwei Seiten einer Medaille“, sagte Wenzel am Donnerstag der HAZ. Der Grüne reagiert damit auf Meldungen, die gestern aus dem Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie drangen: Der Meeresspiegel könnte in den kommenden Jahrzehnten deutlich stärker steigen als bisher angenommen. Der NDR zitierte aus einem internen Schreiben des in Hamburg ansässigen Amtes an das Bundesverkehrsministerium. Ein Anstieg des Meeresspiegels um 1,70 Meter bis zur Jahrhundertwende könne nicht mehr ausgeschlossen werden.

Werden Prognosen korrigiert

Bisher gehen die meisten Experten in ihren Worst-Case-Berechnungen von einem Anstieg von bis zu einem Meter in hundert Jahren aus. Das beruht auf niederländischen Einschätzungen zur Physik des Polareises. Das müsse möglicherweise korrigiert werden, hieß es gestern. Das Bundesverkehrsministerium wollte sich gestern zu dem Brief aus Hamburg nicht äußern. Ein Sprecher von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verwies auf einen Sonderbericht des Weltklimarates zu den Ozeanen, der für 2019 angekündigt ist. Dann erst werde der Anstieg des Meeresspiegels grundlegend neu bewertet.

Auch das Umweltministerium in Hannover hat offiziell nichts von den Hamburger Warnungen erfahren. „Wir müssen aber wachsam bleiben und stets mit dem schlimmsten Szenario rechnen, damit es gar nicht erst eintritt“, sagt Minister Wenzel. Schon jetzt habe man zunehmend Probleme mit der Versalzung der großen Flüsse wie Ems und Elbe, die mit dem Anstieg des Spiegels der Nordsee noch beträchtlich zunehmen würden.

„Der Klimawandel ist spürbar, mit den Folgen werden gerade die Menschen an der Küste leben müssen“, sagt Herma Heeyken, Sprecherin des Landesamtes für Wasserwirtschaft und Küstenschutz, grundsätzlich. Aber ebenso grundsätzlich gelte, dass die Meinungen der seriösen Wissenschaftler noch auseinandergingen, wie hoch letztlich der Meeresspiegel steige. Bislang seien die Experten des Weltklimarates IPPC von einem Anstieg des Meeresspiegels zwischen 26 und 82 Zentimetern ausgegangen. Schon jetzt werde bei Deicherhöhungen und Deichneubauten ein Anstieg des mittleren Tiedehochwassers von 50 Zentimetern eingeplant.

Bis 2050 gut aufgestellt

„Dieses Vorsorgemaß reicht allerdings nur aus, wenn das Pariser Klimaabkommen weltweit konsequent umgesetzt werden wird“, sagt Minister Wenzel. Was den vorsorgenden Küstenschutz betreffe, sei man bis zur Jahrhundertmitte noch gut aufgestellt, heißt es im Umweltministerium. Auch Sperrwerke, Siele und Schutzmauern seien so gegründet, dass sie nachträglich noch um einen Meter nachgerüstet werden könnten - bei einer Lebensdauer bis zu hundert Jahren.

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