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Der Norden Urlauber behindern Retter auf Langeoog
Nachrichten Der Norden Urlauber behindern Retter auf Langeoog
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16:33 19.07.2018
Ein Rettungssanitaeter mit einem Rettungswagen. Quelle: epd-bild/Steffen Schellhorn
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Langeoog

Die Nordseeinsel Langeoog wirbt mit Meer und Watt, viel unberührter Natur und langen Sandstränden – und alles frei von lärmenden und stinkenden Autos. Denn die Insel ist nahezu frei vom Verkehr mit Verbrennungsmotoren. Erlaubt sind nur Fahrräder, Pferdefuhrwerke, Elektrofahrzeuge für Gewerbetreibende, Traktoren und Baumaschinen sowie einige Transportfahrzeuge der Inselgemeinde. Nur Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr setzen Fahrzeuge mit Otto- beziehungsweise Dieselmotoren ein. Letzteres ist aber vielen Urlaubern offenbar nicht bekannt. Der NDR berichtet von Rettungshelfern, die über Beschimpfungen und Behinderungen auf der ostfriesischen Insel klagen.

Urlauber ließen in diesem Sommer schon häufiger die Helfer nicht vorbei fahren, weil die Insel doch autofrei sei. Auch der Inselarzt soll schon von einem Fahrradfahrer behindert worden sein, als er auf dem Weg zu einem Notfall war. Zuletzt habe ein Notfallsanitäter einen Zettel an einem Rettungswagen gefunden - mit dem Hinweis, bitte nicht auf der Insel zu fahren, weil diese doch autofrei sei.

Enge könnte eine Erklärung liefern

Die Erklärung eines Notfallsanitäters für dieses Verhalten: Gerade auf Langeoog seien viele Tagesgäste und Fahrradfahrer unterwegs, für die es in den engen Straßen des kleinen Ortes schon mal eng werden könne, wenn ein Rettungswagen kommt. Verständnis haben die Retter für das Verhalten aber trotzdem nicht.

Dass Langeoog besonders beliebt bei Rad-Touristen ist, hat aber auch sein Schattenseite: Denn bei den vielen Radfahren kommt es öfter zu Zusammenstößen. Das und mehr erzählt diese Geschichte: Langeoog versteht sich als Radlerinsel.

Von RND

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