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Der Norden Mitarbeiter der Unimedizin sollen Schmiergeld kassiert haben
Nachrichten Der Norden Mitarbeiter der Unimedizin sollen Schmiergeld kassiert haben
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14:34 26.11.2018
Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Göttingen

Mitarbeiter der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) stehen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter Korruptionsverdacht. Mehrere Beschäftigten einer UMG-Tochterfirma sollen Schmiergelder, teure Autos und Motorräder für die Vergabe von Aufträgen kassiert haben. Ermittelt werde wegen eines besonders schweren Falles von Bestechlichkeit und Bestechung sowie wegen Untreue, sagte der Sprecher der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in Braunschweig, Christian Wolters, am Montag.

Ermittlungen nach anonymen Hinweis

Bei Durchsuchungen von Geschäfts- und Privat-Objekten in Göttingen und anderen Orten in Südniedersachsen und Thüringen habe seine Behörde zahlreiche Unterlagen, Computer und Speichermedien sichergestellt, sagte Wolters. Festnahmen habe es nicht gegeben. Die Ermittlungen waren nach einem anonymen Hinweis in Gang gekommen.

Die Durchsuchungsaktion, die sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem auch gegen eine Firma aus dem nordthüringischen Kyffhäuserkreis richtete, fand bereits am Donnerstagnachmittag statt. Die Behörden hatten darüber nicht berichtet.

Durchsuchungen beim Hochschulsport

Bereits am Donnerstagvormittag hatten Staatsanwaltschaft, Zoll und Finanzfahnder Räume des Hochschulsports der Universität sowie Privatwohnungen durchsucht. Führende Mitarbeiter stehen im Verdacht, jahrelang Gelder veruntreut, Steuern hinterzogen und Sozialabgaben für Trainer nicht abgeführt zu haben.

Die Aktion am Donnerstagnachmittag richtete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Mitarbeiter der für „infrastrukturelles Gebäudemanagement“ zuständigen UMG-Tochterfirma. Ein Klinikumssprecher bestätigte die Durchsuchung. Die beschuldigten Mitarbeiter befänden sich wegen der Ermittlungen gegenwärtig nicht im Dienst. Weitere Angaben wollte der Sprecher wegen des laufenden Verfahrens nicht machen.

Auftragsvergabe gegen Geld und Luxusfahrzeuge

Die UMG-Bediensteten sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in den Jahren 2014 bis 2018 für die Vergabe von Aufträgen an Firmen Geld kassiert und Luxusfahrzeuge erhalten haben. Dabei soll es sich um einen Sportwagen Audi A8 Spider und ein Motorrad der Marke Harley Davidson handeln. Einer der Beschuldigen werde zudem verdächtigt, Arbeiten auf seinem Privatgrundstück im Kreis Göttingen über die UMG-Tochterfirma abgerechnet zu haben.

Den Informationen zufolge sollen die Beschuldigten zudem Abrechnungen für Renovierungen und andere Handwerker-Arbeiten auf dem UMG-Gelände manipuliert haben. Einen Zusammenhang mit dem laufenden Neubau des Göttinger Uniklinikums gebe es dagegen nicht.

Zur Höhe des mutmaßlichen Schadens machte die Braunschweiger Staatsanwaltschaft keine Angaben. Das „Infrastrukturelle Gebäudemanagement“ ist für alle UMG-Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 400.000 Quadratmetern zuständig. Sie kümmert sich unter anderem um Hausmeisterservice, Sicherheitsdienst, Parkraumbewirtschaftung, Außenanlagen, Winterdienst, Schädlingsbekämpfung oder Abfallentsorgung.

Von RND/dpa

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