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Statistik zur Unterrichtsversorgung nicht fertig

Erst Ende Februar Statistik zur Unterrichtsversorgung nicht fertig

Obwohl die Schulen bereits zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 im vergangenen August ihre Zahlen zur Unterrichtsversorgung an das Kultusministerium gemeldet worden sind, sollen sie erst Ende Februar 2017 veröffentlicht werden.

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Quelle: dpa

Hannover. Das hat am Freitag im Kultusausschuss des Landtages für einen Eklat gesorgt. Es sei unfassbar, dass das Ministerium so lange brauche, um die Daten herauszugeben, sagte Ulf Thiele (CDU). "Wir werden seit Monaten hingehalten." Er verwies darauf, dass für seinen Sohn am Freitag komplett die Schule ausgefallen sei, weil zu viele Lehrer krank seien. Englisch, Mathematik und Erdkunde sei in dieser Woche sowieso für seinen Sohn dauernd ausgefallen.

Björn Försterling (FDP) betonte, dass aufgrund des Lehrermangels die vorhandenen Pädagogen auf dem Zahnfleisch gingen, der Krankenstand steige und immer mehr Kernunterricht ausfiele. Vermutlich sei die Unterrichtsversorgung so schlecht wie seit 15 Jahren nicht.

Kai Seefried, Bildungsexperte der CDU, warf Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) eine verfehlte Einstellungspolitik vor. So seien zuletzt kurz vor den Sommerferien 900 neue Stellen ausgeschrieben worden. "Dann darf man sich nicht wundern, dass kurz nach den Ferien noch 500 nicht besetzt sind." Spätestens 2020/2021, wenn der erste Jahrgang nach 13 Jahren Abitur mache, würden 1300 zusätzliche Gymnasiallehrer  benötigt.

Stefan Politze, Schulexperte der SPD, sagte, Lehrermangel sei ein bundesweites Problem, Rot-Grün habe immerhin die Studienplatzkapazitäten erhöht, Schuld treffe auch die Vorgängerregierung aus CDU und FDP, sie habe beispielsweise den attraktiven Studienort Hannover für angehende Lehrer zerschlagen. Die Ausbildung für Grund-, Haupt- und Realschullehrer ist nach Hildesheim verlagert worden. In Hannover können nur künftige Gymnaisallehrer und Sonderpädagogen studieren. Auch das 17-Punkte-Programm von Ministerin Heiligenstadt, das unter anderem einen erleichterten Einstieg für Quereinsteiger vorsieht, zeigt laut Politze positive Erfolge, um mehr Lehrer zu gewinnen.

Försterling wies darauf hin, dass von 700 Gymnasiallehrern, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, nur 360 eine Festanstellung gefunden haben: "Wo sind die anderen 340 geblieben?" Seine wiederholt gestellte Frage, wie viele Bewerber es auf die offenen Stellen des Landes gegeben habe und ob mehr Lehrer hätten eingestellt werden können, konnte am Freitag kein Vertreter des Ministeriums beantworten.

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