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24-Jähriger muss lebenslang hinter Gitter

Nach Mord an Rentner 24-Jähriger muss lebenslang hinter Gitter

Äußerst brutal ist ein junger Mann bei vier Raubüberfällen in Bremerhaven und Umgebung vorgegangen. Ein Rentner starb, andere Opfer wurden lebensgefährlich verletzt. Nun muss der 24-Jährige für lange Zeit hinter Gitter.

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Der 24-Jährige wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Quelle: dpa

Bremen. Wegen Mordes an einem Rentner hat das Landgericht Bremen einen 24-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann innerhalb von nur zehn Tagen im Februar vergangenen Jahres vier brutale Raubüberfälle in Bremerhaven und im nahegelegenen Brake beging.

Einem 70-Jährigen schlug er mit einer Axt auf den Kopf, um einen Einbruch zu vertuschen und ihn ausrauben zu können. Das Opfer starb zwei Monate später. Der 24-Jährige wurde am Freitag auch wegen zweifachen Mordversuchs und schweren Raubes verurteilt.

Besondere Schwere der Schuld

Die Staatsanwaltschaft hatte im Anschluss an die Haft eine Sicherungsverwahrung des Mannes auf unbestimmte Zeit gefordert. Dies lehnte das Gericht aber ab. Stattdessen stellte es die besondere Schwere der Schuld fest, eine vorzeitige Entlassung des 24-Jährigen nach 15 Jahren ist damit ausgeschlossen. Der Angeklagte nahm das Urteil augenscheinlich ungerührt zur Kenntnis. Er war erst kurz vor den Taten nach Deutschland gekommen. Richterin Barbara Lätzel sagte, das Gericht habe den Eindruck, dem Mann sei die Tragweite seiner Taten nicht annähernd bewusst. Es habe den Anschein, sein Handeln lasse ihn gleichgültig. "Ich hoffe, ich täusche mich", sagte sie.

Brutales Vorgehen

Der Angeklagte sei ausgesprochen brutal und rücksichtslos vorgegangen, in seiner Persönlichkeit gebe es eine "tief verwurzelte, geradezu selbstverständliche Gewaltbereitschaft", sagte die Richterin. In seinem Heimatland Bulgarien war der Mann bereits wegen Diebstahls zu Haftstrafen verurteilt worden. Bei einem der Einbrüche in ein Einfamilienhaus verletzte der junge Mann den Bewohner lebensgefährlich, indem er mindestens sechs Mal mit großer Wucht schwere Champagnerflaschen auf seinen Kopf schlug. Außerdem trat er ihn gegen den Kopf - der Mann wurde lebensgefährlich verletzt. "Das Opfer wurde aufgrund der Tat völlig aus seinem Leben gerissen", sagte Richterin Lätzel. Es grenze an ein Wunder, dass der Mann noch lebe. Bei einem anderen Einbruch schlug der Angeklagte dem Bewohner mit einer Lampe auf den Kopf, ein weiteres Mal stach er auf sein argloses Opfer mit einem Messer ein. Nach Auffassung des Gerichts handelte der 24-Jährige aus Habgier und Heimtücke, um seine Diebstähle zu verdecken.

dpa

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24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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