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Der Norden Niedersachsens Tanzschulen erleben eine echte Renaissance
Nachrichten Der Norden Niedersachsens Tanzschulen erleben eine echte Renaissance
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08:02 08.01.2019
In der Tanzschule Bothe in Hannover gibt es mittlerweile Hip-Hop-Coaches, Flatrates, Kurse für Zweijährige und einen Social-Media-Agenten. „Wir haben uns den heutigen Gegebenheiten angepasst“, sagt Tanzschulchefin Hannelore Bothe. Quelle: dpa
Hannover

Walzer, Rumba oder Charleston: Es wird wieder getanzt und Teenies besuchen auch in Niedersachsen zunehmend klassische Tanzkurse. Shows wie „Let's Dance“ tragen zusätzlich zur Popularität des Tanzsports bei. Zum Start der Ballsaison wirbeln dann, wie beim Opernball in Hannover oder in Wien, die Debütanten und Debütantinnen der Saison erstmals in langem Kleid oder schickem Anzug über das Parkett.

Jürgen Ball, Leiter der Tanzlehrerakademie des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes, berichtet, dass die Tanzschulen derzeit eine echte Renaissance erleben. „Der verknöcherte Ansatz mit Etikette und Co., den gibt es seit über 20 Jahren nicht mehr“, meint Ball. „Aber jetzt sickert es erst langsam auch nach außen.“

Klassische Standardtänze bleiben das Kerngeschäft

Klar ist für den Tanzlehrer auch: Die Enkel der 68er-Generation legen wieder mehr Wert auf Konventionen und traditionelle Werte und wollen sich auf gesellschaftlichem Parkett elegant bewegen können. Zwar würden Tanzschulen von Hiphop über Rollator-Tanz oder den durch „Babylon Berlin“ wieder populär gewordenen Charleston viel anbieten: Das Kerngeschäft bleibe aber die Ausbildung in den klassischen Standardtänzen. „Den meisten Tanzschulen geht es momentan sehr gut“, sagt Ball.

Martina Kressler von der Tanzschule Kressler in Garbsen bei Hannover etwa hat erst kürzlich expandiert. Sie startete im Oktober mit einer zweiten Schule in Neustadt. „Wir schreiben kontinuierlich bessere Zahlen“, berichtet sie. Gründe für die Entwicklung gibt es nach ihren Worten viele. „Immer mehr Medien berichten etwa, dass Tanzen Demenz vorbeugt.“ Fernseharzt Eckart von Hirschhausen habe dem Thema sogar eine ganze Sendung gewidmet.

Mit Werbung in Social Media-Kanälen sprechen die Tanzschulen aber auch klar ein jüngeres Publikum an. „Zu uns kommen Brautpaare und sagen "Bringt uns einen Tanz zu unserer Lieblingsmusik bei"“, meint Kressler. Auch Junggesellenabschiede würden inzwischen in der Tanzschule gefeiert. „Das ist eine neue Entwicklung.“

Tanz-Event im Dezember: Die Gala-Night der Tanzschule Bothe aus Hannover

„Wir haben uns den Gegebenheiten angepasst“

Die Tanzschule Bothe in Hannover hat einen eigenen Social Media Agenten, aber auch HipHop Coaches und Kurse für Zweijährige. „Wir haben uns den heutigen Gegebenheiten angepasst“, erzählt Hannelore Bothe, die das Familienunternehmen leitet. „Jeden Montagabend um 20 Uhr Kurs, das funktioniert nicht mehr.“ Stattdessen gibt es nun etwa eine Flatrate. „Unsere Kunden zahlen einen Festpreis und können dann kommen, wann und sooft sie wollen.“ Auch die Tanzschule Bothe hat gerade eine weitere Filiale eröffnet, in Burgwedel bei Hannover.

Und in den großen Städten in Niedersachsen startet Ende kommender Woche die Ballsaison: In Oldenburg wird am 19. Januar der Opernball gefeiert, der Hochschulball am selben Abend in Hannover ist seit langem ausverkauft. Eine Woche später steigt dann in Lüneburg der Handelsball der Kaufleute. Beim Opernball in Hannover wird das ganze Opernhaus am 1. und 2. März sogar zwei Abende lang zur Tanzfläche und in Göttingen feiern die Handwerker am 16. März erstmals zusammen mit der akademischen Szene beim „Handwerker- und Universitätsball“.

Von RND/dpa

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