Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Der Norden Sturmwarnung: Bahnkunden können Tickets stornieren
Nachrichten Der Norden Sturmwarnung: Bahnkunden können Tickets stornieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:37 29.10.2017
Im Norden wird es stürmisch. Quelle: dpa/DWD/Montage
Hannover

Niedersachsen steht dank Tief "Grischa" ein stürmisches Wochenende bevor. Bereits am Sonnabend stürmt es im gesamten Bundesland mit der Stärke 8 - das entspricht Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. In der Nacht zu Sonntag und am Sonntagvormittag sind in Teilen Niedersachsens sogar Orkanböen möglich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Vorabwarnung für die Küstenregionen sowie Süd- und Ostniedersachsen (zur aktuellen Warnlage). Für den Harz ist Dauerregen angekündigt. Am Sonntagvormittag soll der Sturm nachlassen.

Ganz so schlimm wie bei Tief "Xavier" wird es voraussichtlich wohl nicht, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach berichtete. "Aber eines ist klar: Ruhiges Hochdruckwetter mit angenehmen Temperaturen bekommt am Wochenende in Deutschland niemand", sagte Meteorologe Martin Jonas. "Xavier" war Anfang Oktober mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometern pro Stunde über Deutschland hinweggefegt. Mehrere Menschen starben, der Bahnverkehr in Norddeutschland kam für mehrere Tag zum Erliegen.

Bahnkunden können Ticktes stornieren

Die Deutsche Bahn bereitet sich schon auf Sturmschäden vor. Das Personal werde verstärkt, Reparaturtrupps stünden bereit, sagte ein Bahnsprecher. Etwaige Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Auch sei "der Einsatz mobiler Einsatztrupps mit Kettensägen" geplant, sagte der Sprecher. Zudem haben Reisende die Möglichkeit, ihre am Sonntag gültigen Tickets vier Wochen zu stornieren oder kostenlos umzutauschen (hier finden Sie das Onlineformular).

Die Nordwestbahn rät unterdessen ihren Kunden, nur noch unbedingt notwendige Zugfahrten anzutreten. Auch der Metronom weist Reisende auf mögliche Einschränkungen im Zugverkehr am Sonntag hin. "Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Fahrt", heißt es auf der Internetseite des Unternehmens

Auch Fährverkehr betroffen

Der Sturm hat auch Auswirkungen auf den Fährverkehr nach Wangerooge. Wie die das Unternehmen Schiffahrt und Inselbahn mitteilte, finden am Sonntag nur zwei Überfahrten statt: um 13.30 Uhr ab Wangerooge und 20 Uhr ab Harlesiel. Alle weiteren geplanten Fahrten fallen aus. Auch die Fähren von Cuxhaven und Helgoland fallen am Sonntag aus. Zwischen Büsum und Helgoland fahren schon seit Sonnabend keine Schiffe mehr.

Fahrplanänderungen Insel Helgoland! Am Wochenende wird es wieder stürmischer - deshalb haben wir unseren Fahrplan wie...

Gepostet von Reederei Cassen Eils am Freitag, 27. Oktober 2017

Bremer Freimarkt schließt früher

In Bremen musste der Freimarkt am Sonnabend aufgrund der Wetterlage früher schließen. „Um 18 Uhr werden alle Fahrgeschäfte, Zelte, Ausschankbetriebe und Verkaufsstände geschlossen“, kündigte die Feuerwehr an. „Alle Besucherinnen und Besucher müssen aufgrund der Gefahr durch herabfallende oder herumfliegende Gegenstände das Veranstaltungsgelände auf der Bürgerweide verlassen.“ Im Verlauf des Abends würden schwere Sturmböen mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde erwartet. Normalerweise wäre der Freimarkt bis Mitternacht geöffnet gewesen.

Von Frerk Schenker (mit: dpa)

Autofahrer müssen an diesem Wochenende auf den Autobahnen im Norden viel Geduld aufbringen. Wegen des bevorstehenden Reformationsfeiertages nutzen viele Niedersachsen die Tage für einen Kurzurlaub. Am Sonnabendmittag staute es sich auf den Autobahnen bereits auf bis zu 50 Kilometern.

28.10.2017

Am Wochenende kann es in Niedersachsen stürmisch werden. Sonntag drohen Orkanböen an der Nordsee und im Harz. Die Bahn will nach den Streckensperrungen durch Sturm „Xavier“ vorbereitet sein und hat das Personal verstärkt. 

28.10.2017

Krümelfrei im All: Bremerhavener Unternehmen entwickelt Backwaren für die Raumstation ISS. „Bake in Space“ heißt das Start-up, das das Brot ins All bringen will: vom Anbau des Getreides bis zum fertigen Gebäck.

28.10.2017