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Der Norden Sozialministerin appelliert: Mehr Frauen in Vollzeit
Nachrichten Der Norden Sozialministerin appelliert: Mehr Frauen in Vollzeit
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19:08 13.01.2019
„Ein riesiges Potenzial, das noch zu heben ist“: Sozialministerin Carola Reimann. Quelle: Foto: Tim Schaarschmidt
Hannover

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) findet, dass angesichts des Fachkräftemangels viel mehr Frauen von Teilzeit- in Vollzeitjobs wechseln sollten und könnten. „Auf den Neujahrsempfängen wird derzeit überall über den Fachkräftemangel geklagt und auf die Zuwanderung hingewiesen. Dabei haben wir in den teilzeitbeschäftigten Frauen ein riesiges Potenzial, das noch zu heben ist“, sagte die Sozial- und Frauenministerin im Gespräch mit der HAZ. Sie kündigte ein Handlungskonzept der Landesregierung an zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Rund die Hälfte aller in Niedersachsen sozialversicherungsbeschäftigten Frauen arbeiten nach Angaben des Sozialministeriums in Teilzeit, das heißt weniger als 32  Stunden pro Woche. Im Schnitt seien 60,5 Prozent aller Mütter und 83,6 Prozent aller Väter mit Kindern unter 18 Jahren erwerbstätig. Während nur jeder 18. Vater in Teilzeit arbeite, seien aber drei von vier Müttern in Teilzeitjobs beschäftigt. Bei einer Befragung des Statistischen Landesamtes unter teilzeit­beschäftigten Müttern und Vätern hätten mehr als 80 Prozent der Mütter familiäre Gründe für ihre reduzierte Erwerbstätigkeit genannt.

„Wir haben viele gut ausgebildete Frauen, die sich vor allem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen. Das heißt: In diesem Thema ist noch Musik drin“, sagte die Ministerin. Sie will in erster Linie für die Vollzeit werben, aber auch ein flächendeckend bereits existierendes System des Landes für verschärfte Beratung und Hilfestellung nutzen. So gebe es das Programm „Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft“, das mit 25 Stellen landesweit Beratungsarbeit leistet und das vom Sozialministerium weiter gefördert werde.

Diese 25 Koordinierungsstellen arbeiteten über regionale Netzwerke mit rund 1400 überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen zusammen, erläuterte Ministeriumssprecher Uwe Hildebrandt. Es zeige sich ganz klar, dass Niedersachsen bei der Erwerbstätigkeit von Müttern Nachholbedarf habe, besonders im Vergleich mit ostdeutschen Ländern.

„Die Koordinierungsstellen leisten individuelle Beratung, liefern aber auch mit Beispielen Argumente für den vollen Wiedereinstieg nach der Familienphase“, sagte Ministerin Reimann. Nach Befragungen hätten 7,7 Prozent der abhängig Beschäftigten den Wunsch geäußert, mehr als nur in Teilzeitjobs zu arbeiten. Das seien hochgerechnet mehr als 263 800 Personen. In Niedersachsen sind nach dem Mikrozensus 2017 gut 3,94 Millionen Menschen erwerbstätig, darunter 1,82 Millionen Frauen. Die Hälfte von ihnen in Teilzeit.

Daneben gebe es in Niedersachsen noch eine „stille Reserve“ von 50 000 Frauen, die gar nicht erwerbstätig arbeiteten.

Von Michael B. Berger

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