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Der Norden Schildbürger-Bahnhof wird umgebaut
Nachrichten Der Norden Schildbürger-Bahnhof wird umgebaut
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19:07 31.07.2017
Nach Umbauarbeiten ließen sich die Türen im Bahnhof in Bad Bentheim nicht mehr öffnen.  Quelle: dpa
Bad Bentheim

Auf Gleis eins fahren die Züge in Richtung Berlin, auf Gleis zwei geht die Reise in Richtung Amsterdam. Die große weite Welt steht den Fahrgästen am Bahnhof des Kurortes Bad Bentheim offen. Und die Welt schaute vor einem Jahr tatsächlich auf den Bahnhof in der 15 000-Einwohnerstadt im westlichsten Zipfel Niedersachsens. Denn die Bahn hatte die Bahnsteige um 40 Zentimeter erhöht, damit die Fahrgäste besser in die Züge einsteigen konnten. Damit waren aber die Türen aus dem Bahnhofsgebäude auf den Bahnsteig eins versperrt - viele Reisende kletterten durch ein geöffnetes Fenster.

In der Stadt selber habe man diese Posse mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen, sagt Bürgermeister Volker Pannen mit einem Jahr Abstand. „Aus der Berichterstattung haben wir meiner Meinung nach positive Aufmerksamkeit gezogen“, sagt der SPD-Politiker. Immerhin war die Fensterkletterei im Bad Bentheimer Bahnhof auch Thema im von Frank Plasberg moderierten Jahresquiz 2016 im Ersten. „Es war eine Frage, die alle Prominenten richtig beantwortet haben“, erzählt Pannen amüsiert - aus seiner Sicht eine positive Stadt-Publicity.

Wohlgemerkt: Niemand musste durch das Fenster klettern, der Bahnsteig war von außen herum immer zu erreichen. Viele haben es aber dennoch getan, sagt der Vorstand der Bentheimer Eisenbahn, Joachim Berends: „Der Fahrgast sucht sich eben den kürzesten Weg.“ Über den Ablauf dieser Posse habe man sich bei der Bentheimer Eisenbahn zwar „kräftig geärgert“ - aber es sei nicht zu verhindern gewesen: Die Bahnsteige habe die Bahn erhöhen müssen. „Heute schmunzelt man drüber, aber wir haben auch unsere Lehren daraus gezogen.“

Sein Unternehmen hat inzwischen den Bahnhof von der Stadt übernommen und baut das komplette Areal um. In das Gebäude von 1865/66 sollen eine Bäckerei mit Café und ein Reisebüro der Bentheimer Eisenbahn einziehen. In wenigen Wochen sollen auf dem Bahnhofsvorplatz Erdarbeiten beginnen, damit der Platz angehoben wird. Das Ziel: Der gesamte Bahnhof soll barrierefrei werden, sagt Berends. Im Frühjahr, vielleicht im Mai nächsten Jahres, soll alles fertig sein.

Aufzug funktioniert noch nicht

Auch die Stadt bezieht in einem Nachbargebäude Quartier und zieht mit dem Sozialamt ins Alte Zollhaus, sagt Pannen. Das umgebaute Bahnhofsareal solle wieder zu einer positiven Visitenkarte des Orts werden. „Wenn Sie Stadtentwicklung betreiben, und Bahnhofsentwicklung ist sehr sensibel, dann müssen Sie Zeit mitbringen“, sagt er. 2014 hatte sich die Deutsche Bahn von dem damals überwiegend leerstehenden Bahnhofsgebäude bei einer Auktion getrennt.

Aber noch müssen die Fahrgäste Geduld mitbringen und gut zu Fuß sein. Die schon installierte Aufzugsanlage auf die Bahnsteige funktioniert noch nicht. „Der Einbau des Aufzugsschachtes verzögerte sich durch Problemen mit dem Grundwasser. Diese Schwierigkeiten mit dem eindringenden Grundwasser sind inzwischen behoben“, sagt ein Bahnsprecher.

Weil der neue Aufzug in das vorhandene Trogbauwerk der Unterführung der Bundesstraße 403 integriert wird, und die Sanierungsarbeiten des Trogbauwerks von der Straßenverkehrsbehörde nicht verschoben werden konnten, verzögerten sich die Arbeiten für den Aufzug. Im September soll die Aufzugsanlage fertig gestellt werden. Aber auch dann erwartet die Reisenden noch viele Monate lang eine Baustelle vor dem Banhof.

Da ab Ende 2018 wieder Personenzüge von Bad Bentheim über die Kreisstadt Nordhorn bis ins benachbarte Neuenhaus rollen sollen, werde die Bentheime Eisenbahn als Betreiber in alle Bahnhöfe an der Strecke investieren, sagt Berends. „Der Fahrgast soll sich wohlfühlen“, verspricht der Bahn-Chef.

dpa, Elmar Stephan

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