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Der Norden Nur wenige Niedersachsen ändern ihren Namen
Nachrichten Der Norden Nur wenige Niedersachsen ändern ihren Namen
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09:27 10.05.2017
 176 Vor- und Nachnamen wurden 2016 in Niedersachsen geändert. Quelle: dpa
Hannover

Jedes Mal den komplizierten Nachnamen buchstabieren oder von Anfang an unter dem von den Eltern gewählten Vornamen leiden. Einige Menschen in Niedersachsen haben sich 2016 dazu entschlossen, einen Antrag auf behördliche Namensänderung zu stellen. Doch die Hürden, um den Namen ändern zu lassen, sind hoch. 

Es ging in diesen Fällen nicht um Namensänderung wegen Hochzeit, Scheidung oder Adoption. Die Gründe für sogenannte behördliche Namensänderungen sind etwa die Verwechslungsgefahr bei Sammelnamen wie Mayer, Müller und Schmidt, anstößige oder lächerlich klingende Namen, Schwierigkeiten bei Schreibweise oder Aussprache sowie Namen, die eine seelische Belastung für die jeweilige Person darstellen. Oft sind die Gründe praktische, wie eine dpa-Umfrage unter fünf niedersächsischen Städten ergab. "In vielen Fällen wurde die Streichung einiger Vornamen - zum Beispiel der Patennamen - beantragt", hieß es aus Göttingen, wo 2016 insgesamt 19 Namensänderungen vorgenommen wurden. Immer muss ein wichtiger Grund vorliegen - neun Anträgen wurde dort nicht stattgegeben.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt Göttingen auch einige eher ungewöhnliche Anträge bekommen: Es wurde mehrmals ein Name mit Adelsbezeichnung beantragt. Der Grund: Vorfahren der Antragssteller hatten den Namen geführt. Da diesem Wunsch nur in Ausnahmefällen entsprochen wird, lehnte die städtische Behörde die Anträge ab. "Es ist alles dabei. Die meisten Anträge werden aus psychischen Gründen, aber auch einige wegen Lächerlichkeit oder weil die Aussprache doch recht kompliziert ist, gestellt", hieß es von der Stadt Oldenburg. Dort führten die Behörden 2016 insgesamt 32 Vornamens- und 33 Familiennamensänderungen durch. Zwei Jahre zuvor seien es noch 26 Änderungen mehr gewesen, teilte die Stadt mit.

Nur wenige Namensänderungen in Braunschweig

Im Vergleich wenige Namensänderungsanträge gingen in Braunschweig ein: 2016 waren es nur sechs. Auch in Vorjahr waren es in etwa so viele. "Der häufigste Grund in Braunschweig sind Änderungen in der Schreibweise des Vornamens, wenn sich, aus welchen Gründen auch immer, in der Praxis etwa eine andere Schreibweise als die in der Geburtsurkunde vermerkte durchgesetzt hat - beispielsweise Hans-Georg statt Hansgeorg oder Günter statt Günther", hieß es. Auch in Osnabrück ging es bei den zwölf Änderungen des Vornamens oft um Getrenntschreibung mehrerer Namensbestandteile oder auch um das Hinzufügen eines Doppelnamens. Bei den 31 Änderungen des Nachnamens wurde im vergangenen Jahr hingegen eher ein Doppelname gestrichen.

Gesetzliche Vorgaben zur Namensänderung

In ganz Deutschland gilt das Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen. Darin heißt es in Paragraf 3 beispielsweise: "Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt." Die für die Entscheidung erheblichen Umstände seien von Amts wegen festzustellen.

Diese Fallgruppen können eine Namensänderung rechtfertigen:

  • Sammelnamen, wie Mayer, Müller, Schmidt etc., da die Gefahr häufiger Verwechslung besteht
  • Familiennamen, die anstößig oder für manche lächerlich klingen oder Anlass zu unangemessenen Wortspielen geben
  • Namen, die zu Schwierigkeiten in Schreibweise und Aussprache führen
  • Überlange Doppel- oder Dreifachnamen
  • Unisex-Vornamen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können
  • Namen, die eine seelische Belastung für die namenstragende Person darstellen, z.B. aufgrund traumatischer Kindheitserlebnisse (seelische oder körperliche Missbrauchserfahrungen)
  • Namensänderungen bei deutsch-ausländischen Doppelstaatern, wenn diese kraft Gesetzes im anderen Heimatland eine vom deutschen Namensrecht abweichenden Namen führen müssen

dpa

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