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Der Norden Niedersachsen geben fast 10.000 Schusswaffen ab
Nachrichten Der Norden Niedersachsen geben fast 10.000 Schusswaffen ab
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08:52 24.07.2018
Nach Ablauf der Amnestieregelung gilt die Straffreiheit nur für die Besitzer legaler Waffen. Quelle: Angelika Warmuth
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Hannover

Im Rahmen einer einjährigen Amnestieregelung sind in Niedersachsen bis Ende Juli 9602 Schusswaffen abgegeben worden. Jede fünfte Waffe (1908) davon befand sich in illegalem Besitz. Verglichen mit dem Abgabeverhalten im ersten Halbjahr der Amnestie habe sich die Anzahl der abgegebenen illegalen Schusswaffen im zweiten Halbjahr mehr als verdreifacht, berichtete Niedersachsens Landespolizeidirektor Knut Lindenau am Dienstag.

Waffenbesitzer hatten zwischen Juli 2017 und Juli 2018 die Möglichkeit, illegale Waffen bei über 100 Waffenbehörden oder Polizeidienststellen in Niedersachsen straffrei abzugeben. Die aktuelle Waffenamnestie könne durchaus als Erfolg gewertet werden, sagte Lindenau.

„Jede abgegebene Waffe ist ein Mehr an Sicherheit“

Neben den 9602 Schusswaffen wurden 898 sonstige Waffen, etwa Hieb- und Stichwaffen, abgegeben, davon waren 152 in illegalem Besitz. Außerdem gingen bei den Behörden rund 210.000 Stück Munition sowie etwa 1100 Kilogramm ungezählte Munition verschiedenen Kalibers ein.

„Es ist natürlich im Interesse der Allgemeinheit, die Zahl der im Umlauf befindlichen Waffen und Munition zu reduzieren“, betonte Lindenau weiter. Alles werde jetzt ordnungsgemäß vernichtet. „Jede einzelne abgegebene Waffe und Munition ist ein Mehr an Sicherheit.“

Bei der letzten Amnestie im Jahr 2009 waren 26.600 Waffen abgegeben worden, davon waren 3351 in illegalem Besitz. Die starke Resonanz war damals auch mit den Eindruck aus dem Amoklauf von Winnenden (2009) begründet worden.

Waffen können grundsätzlich weiter bei der Polizei abgegeben werden. Allerdings: Nach Ablauf der Amnestieregelung gilt die Straffreiheit nur für die Besitzer legaler Waffen.

Von Helmut Reuter

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